Raccomandazioni
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3.1 Fotografische Verfahren
In diesem Kapitel werden folgende Themen behandelt:
- Identifizieren der fotografischen Materialien: kurze Einführung in die Vorgehensweise zur Identifikation fotografischer Verfahren
- Übersicht über die verschiedenen fotografischen Verfahren: Es wird unterschieden zwischen Unikatverfahren (z. B. Daguerreotypie), Negativen, Diapositiven und Positiven auf Papier. Zu jeder Gruppe wird eine Auswahl wichtiger Verfahren vorgestellt, inklusive ihrer charakteristischen Merkmale und der zeitlichen Verbreitung.
- Unterschied zwischen Planfilm und Rollfilm
- Beschreibung des Vorgehens bei der Bestimmung der Filmträger (Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester)
- Zusätzlich werden einige spezielle Erscheinungsformen von Fotografie vorgestellt: Cartes de Visite und Cartes Cabinet, Stereo-Fotografie sowie Kontaktabzüge, Arbeitsabzüge, «Final Prints» und Presseabzüge
Unter Fotografie werden verschiedene Verfahren verstanden, bei denen Bilder durch das Einwirken von Licht auf eine lichtempfindliche Schicht oder einen Sensor erzeugt und dauerhaft festgehalten werden. Seit den ersten erfolgreichen Versuchen in den 1820er und 1830er Jahren, fotografische Bilder dauerhaft festzuhalten, wurde eine Vielzahl von fotografischen Verfahren entwickelt. Die meisten fotografischen Prozesse basieren auf der Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen (Silberhalogenide). Bei vielen fotografischen Verfahren sind die lichtempfindlichen Substanzen in eine dünne transparente Schicht eingebettet, das sogenannte Bindemittel. Das Bindemittel (z. B. Fotogelatine) sorgt dafür, dass die lichtempfindliche Schicht auf dem Träger haftet und chemisch reaktiv bleibt. Das Bindemittel – falls vorhanden – und die lichtempfindliche Substanz bilden zusammen die sogenannte Emulsionsschicht (auch Emulsion oder Fotoemulsion genannt). Durch die Belichtung der lichtempfindlichen Emulsionsschicht entsteht ein Negativ, welches wiederum auf ein anderes lichtempfindliches Material umkopiert werden kann, wodurch ein positives Bild entsteht. Alle Negative und viele spätere fotografische Verfahren für die Herstellung von Positiven benötigen eine chemische Entwicklung in einem Entwicklerbad. Dabei wird das zunächst nur latent vorhandene Bild sichtbar gemacht, indem die Silberhalogenide zu metallischem Silber reduziert werden. Nach der Belichtung und der Entwicklung werden die Fotografien fixiert. Beim Fixieren werden die nicht belichteten und noch lichtempfindlichen Silbersalze in eine wasserlösliche Substanz überführt. Anschliessend werden die Fotografien gewässert, um alle wasserlöslichen Substanzen sowie die verbliebenen Chemikalien herauszulösen.
Fotografien wie auch digitale Drucke bestehen aus mehreren Schichten und einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien. Die verschiedenen Verfahren werden unter anderem anhand des Trägermaterials, der Zwischenschicht und der Bildschicht unterschieden. Die Bildschicht entsteht aus der Emulsionsschicht und bezeichnet jene Schicht einer Fotografie, in der nach der Belichtung und chemischen Entwicklung das sichtbare Bild vorliegt.
Die korrekte Identifizierung der fotografischen Verfahren ist zentral für die Planung von Konservierungs- und Restaurierungsmassnahmen, da nicht alle Verfahren die gleichen Anforderungen stellen.
Im Gegensatz zu Video und Ton wird bei der Fotografie nicht von Technik oder Format, sondern von fotografischen Verfahren gesprochen. Der Begriff Format in der Fotografie bezieht sich ausschliesslich auf die Grösse der Fotografien.
Identifizieren der Verfahren
Die meisten fotografischen Verfahren lassen sich u. a. über das Trägermaterial, den Schichtaufbau, die Färbung, allfällige Schäden sowie Kontextinformationen (z. B. Datierung, Format) identifizieren. Bei der Begutachtung sollten saubere Baumwollhandschuhe oder ungepuderte Einweghandschuhe aus Nitril getragen werden und die Fotografien möglichst nur an den Rändern angefasst werden (siehe auch 7.1 Konservierung von analogen Fotografien). Bei vielen Verfahren ist es für eine eindeutige Identifikation nötig, die Oberfläche mit einer Lupe oder einem Auflichtmikroskop (idealerweise ein Binokular-Auflichtmikroskop mit Lichtquelle) in der Vergrösserung anzuschauen. Wird eine Lupe oder ein Handmikroskop verwendet, sollte als Schutz von mechanischer Beschädigung eine Polyesterfolie (Mylar- oder Melinexfolie) auf die Fotografie gelegt werden – allenfalls mit einem kleinen Ausschnitt für die Lupe oder das Mikroskop.
Besonders im 19. Jahrhundert wurde von den Fotograf:innen mit verschiedenen Verfahren experimentiert und Abzüge wurden z. T. getont oder mit einem Firnis versehen, weshalb die Bestimmung des fotografischen Verfahrens in Einzelfällen sehr anspruchsvoll sein kann. Graphics Atlas hat ein hilfreiches Tutorial-Video erstellt, wie man bei der Identifizierung von fotografischen Verfahren vorgehen kann.
Bei Unsicherheiten sollten Fotorestaurator:innen für die korrekte Identifizierung der Verfahren hinzugezogen werden.
Fotografische Verfahren
Die fotografischen Verfahren lassen sich in folgende Gruppen einteilen:
- Unikatverfahren
- Negative
- Diapositive
- Positive auf Papier
- fotochemische Verfahren
- fotomechanische Verfahren
- moderne Druckverfahren (digital)
Im Folgenden wird eine Auswahl von fotografischen Verfahren vorgestellt. Die angegebenen Jahreszahlen beziehen sich auf die Jahre, in denen die Verfahren verbreitet in Gebrauch waren. In der Bibliografie zu diesem Kapitel ist Literatur mit weiterführenden Informationen zu den verschiedenen fotografischen Verfahren aufgeführt.
In diesem Kapitel wird stellenweise zwischen monochromen und farbigen bzw. mehrfarbigen fotografischen Verfahren unterschieden. Als monochrom gelten Verfahren, die mit nur einer bildgebenden Farbe arbeiten – unabhängig davon, um was für eine Farbe es sich handelt. Farbverfahren hingegen nutzen mehrere Farben zur Bildgestaltung.
Mit wenigen Ausnahmen wird bewusst auf den Begriff schwarzweiss (Abkürzung: S/W) verzichtet und stattdessen monochrom verwendet.
Bei folgenden fotografischen Materialien handelt es sich um Unikate (spezielle Ausnahmen vorbehalten):
- Daguerreotypie
- Ambrotypie
- Ferrotypie
- Pannotypie
- alle Negative
- Farbrasterverfahren (z. B. Autochrome)
- Diapositiv monochrom (falls Umkehrverfahren)
- Diapositiv farbig
- Edeldruckverfahren mit manueller Ausarbeitung (z. B. Gummidruck, Bromöldruck)
- Sofortbildverfahren
- alle Fotografien, die manuell bearbeitet sind (z. B. Kolorierung)
Unikatverfahren
Die ersten praxistauglichen fotografischen Verfahren, die ab 1839 eine weitere Verbreitung fanden, waren sogenannte Unikatverfahren. In einer Kamera werden Materialien mit einer lichtempfindlichen Beschichtung belichtet (z. B. eine versilberte Kupferplatte bei der Daguerreotypie). Auf diesen Weg werden Unikate hergestellt, bei denen es sich streng gesehen um Negative handelt, die aber wie ein positives Bild erscheinen. Die Abbildungen sind normalerweise seitenverkehrt. Aufgrund der komplizierten Handhabung werden die Unikatverfahren in den 1850er Jahren allmählich vom Negativ-Positiv-Verfahren verdrängt.
Zu den Unikatverfahren zählen die Daguerreotypie (Träger: versilberte Kupferplatte), die Ambrotypie (Träger: Glas, siehe auch Kollodium-Nassplatte), die Ferrotypie (Träger: Eisenblech) und die Pannotypie (Träger: Textil).
Daguerreotypie (1839–1860)
Das erste und bekannteste Unikatverfahren ist die Daguerreotypie. Sie ist nach dem französischen Maler Louis Daguerre benannt, der das Verfahren mitentwickelt und 1839 veröffentlicht hat. Die Daguerreotypie gilt als das erste praxistaugliche fotografische Verfahren. Eine versilberte Kupferplatte wird mittels Joddampf lichtempfindlich gemacht, belichtet und nach der Belichtung in Quecksilberdampf entwickelt und mit Natriumthiosulfat fixiert. Je nach Betrachtungswinkel sieht man das Bild entweder als Negativ oder als Positiv. Das Bild ist ausgesprochen detailreich. Die Spuren der Polierung der Platten sind ebenfalls je nach Betrachtungswinkel sichtbar. Die Polierung der Platten erfolgte üblicherweise in der entgegengesetzten Richtung der beabsichtigten Ansicht (bei einem vertikalen Porträt also z. B. horizontal). Da die Oberflächen von Daguerreotypien sehr empfindlich sind und Silber bei Kontakt mit Schadstoffen schnell reagiert, müssen Daguerreotypien mit einem Deckglas verschlossen werden. Allfällige chemische Veränderungen zeigen sich als weissliche, braun-rote, schwarze bis grünlich-blaue Verfärbungen der Oberfläche – häufig vom Bildrand her. Die fabrikmässig hergestellten versilberten Kupferplatten wurden auf die jeweils benötigte Grösse zugeschnitten, weshalb das Format von Daguerreotypien üblicherweise als Plattengrösse angegeben wird (z. B. ganze Platte = 216 × 162 mm, Viertelplatte = 108 × 81 mm). Europäische Daguerreotypien sind normalerweise mit einem Hinterglas-Passepartout gerahmt. Britische und amerikanische Daguerreotypien wurden häufig in Samt eingefassten Etuis präsentiert.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- spiegelnde Oberfläche
- spiegelverkehrte Aufnahme
- je nach Betrachtungswinkel ist Bild als Positiv oder Negativ sichtbar
- Polierspuren der Platten als feine Kratzer zu erkennen
- häufig chemische Veränderungen vom Bildrand her (weisslich, braun-rot, schwarz bis grünlich-blau)
- normalerweise gerahmt oder in Etui (mit Deckglas)
- Kolorierung und Vergoldung von Details möglich
Daguerreotypien sollten immer mit einem Deckglas und einem Gehäuse versehen sein und nur von Fotorestaurator:innen ausgerahmt werden.
Gerahmte oder in Etuis präsentierte Ambrotypien, Ferrotypien und Pannotypien können mit Daguerreotypien verwechselt werden.
Negative
Das Negativ-Positiv-Verfahren war das wichtigste fotografische Verfahren des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde Mitte der 1830er Jahre von William Henry Fox Talbot erfunden. Mit dem Aufkommen von Kollodium-Nassplatten und den preisgünstigen Carte-de-Visite-Fotografien wurden die Unikatverfahren allmählich vom Negativ-Positiv-Verfahren verdrängt.
Beim Negativ-Positiv-Verfahren wird zunächst ein negatives Bild erzeugt (das Negativ). Bei dem Negativ sind die Helligkeits- und Farbwerte umgekehrt. Das bedeutet, dass helle, lichtreiche Bereiche des aufgenommenen Motivs im Negativ dunkel erscheinen und dunkle, lichtarme Bereiche hell. Mithilfe des Negativs kann in einem zweiten Verfahren ein positives Bild hergestellt werden, das die ursprünglichen Helligkeits- und Farbwerte korrekt wiedergibt: der fotografische Abzug. Aus einem Negativ lassen sich so eine Vielzahl von Positiven mit dem gleichen Motiv herstellen. Sowohl für die Herstellung der Negative als auch für die Herstellung der Abzüge (Positive) waren zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Verfahren in Verwendung.
Es gibt Negative auf Papier (sehr selten), Glas und fotografischem Film.
Fotografische Verfahren auf Glas oder Film, bei denen das Bild nicht im Negativ, sondern im Positiv vorliegt (sogenannte Dias oder Diapositive), werden weiter unten unter Diapositive genauer beschrieben.
Sowohl auf Glas- als auch auf Kunststoffnegativen können Retuschen angebracht sein (häufig in roter Farbe). Retuschen dienen zur Nachbearbeitung und Bildkorrektur. So können Bildbereiche abgedeckt, herausgekratzt, abgeschwächt oder verstärkt werden.
Papiernegative (1840–1860)
Die sogenannte Kalotypie (auch Talbotypie oder Salzpapiernegativ) wurde 1841 von William Henry Fox Talbot veröffentlicht. In diesem Verfahren wird dünnes Schreibpapier mittels Kochsalz und Silbernitrat lichtempfindlich gemacht und belichtet. Das so entstandene Papiernegativ liess sich dann wiederum in einem Auskopierrahmen durch Belichtung mit Sonnenlicht auf ein anderes lichtempfindliches Papier übertragen, wodurch ein Positiv entstand (siehe auch Salzpapierabzug). Durch die Verwendung von Papier als Grundlage des Negativs waren Papiernegative immer recht grobkörnig. Als Kalotypien werden streng genommen nur Papiernegative bezeichnet, die nach dem von Fox Talbot patentierten Verfahren hergestellt wurden. Negative auf Papier sind sehr selten in Archiven und Sammlungen zu finden und dementsprechend wertvoll.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- negatives Bild auf dünnem Papier
- Papierfasern deutlich sichtbar
Glasnegative
Kollodium-Nassplatte (1851–1885)
Durch die Erfindung des nassen Kollodiumverfahrens durch Frederick Scott Archer im Jahr 1851 wurde das Papiernegativ schnell durch das empfindlichere Kollodiumnegativ auf Glas verdrängt (auch Kollodium-Nassplatte genannt). Das nasse Kollodiumverfahren war die erste praxistaugliche Methode zur Herstellung transparenter Negative. Das nasse Kollodiumverfahren war aufwändig, da die Glasplatten kurz nach der manuellen Beschichtung mit flüssigem Kollodium belichtet und im noch feuchten Zustand entwickelt werden mussten. So musste etwa ein Reisefotograf immer eine mobile Dunkelkammer mit sich führen. Die Grösse dieser Glasnegative war anfangs noch nicht normiert. Da die Beschichtung der Glasplatten von Hand erfolgte, indem die Platte üblicherweise an einer Ecke gehalten und mit flüssiger Emulsion übergossen wurde, lassen sich Kollodiumnegative durch Unregelmässigkeiten in der Beschichtung, die nicht vollständig mit Emulsion ausgegossenen Ecken und unregelmässige Glaskanten von den später aufkommenden Gelatinetrockenplatten unterscheiden.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- Unregelmässigkeiten in der Beschichtung
- z. T. nicht vollständig mit Emulsion ausgegossene Ecken
- z. T. Fingerabdrücke in der Emulsion
- unregelmässige Glaskanten
- in Vergleich zu Gelatinetrockenplatten dickere Gläser
- Format nicht normiert
- Stereo möglich
Gelatinetrockenplatte (1878–1940)
Richard Leach Maddox entwickelte um 1871 das Gelatinetrockenplatten-Verfahren. Die Gelatinetrockenplatten verdrängten die Kollodium-Nassplatten. Gelatinetrockenplatten waren im Gegensatz zu Kollodium-Nassplatten auch vor der Belichtung lagerfähig, da die Beschichtung der Glasplatten mit der lichtempfindlichen Emulsion nicht unmittelbar vor der Belichtung erfolgen musste. Zudem waren sie deutlich lichtempfindlicher, was kürzere Belichtungszeiten ermöglichte. Aufgrund ihrer Lagerfähigkeit konnten sie zudem für den Handel industriell gefertigt werden und es bildeten sich Standardformate aus (z. B. 9 × 12 cm oder 13 × 18 cm). Im Gegensatz zu Kollodium-Nassplatten sind Gelatinetrockenplatten vollständig mit lichtempfindlicher Emulsion begossen und durch den maschinellen Zuschnitt sind die Glaskanten glatt. Gelatinetrockenplatten wurden aufgrund ihrer Formstabilität, der hohen Lichtempfindlichkeit und dem Detailreichtum für Spezialanwendungen (wie spektroskopische oder astronomische Aufnahmen) bis Ende des 20. Jahrhunderts verwendet. In diesen Bereichen wurden sie zum Teil direkt von der Digitalfotografie abgelöst.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- regelmässige Beschichtung
- glatte Glaskanten
- normierte Formate (u. a. 9 × 12 cm, 13 × 18 cm, 18 × 24 cm)
- Stereo möglich
Negative auf Film (Kunststoffnegative)
Cellulosenitratfilm (1889–1955)
Die Firma Kodak Eastmann begann ca. 1889 mit der Produktion von flexiblen Rollfilmen (siehe Planfilm und Rollfilm) mit Cellulosenitrat als Trägermaterial (auch Nitrat oder Nitrocellulose genannt). Darauf wurden Gelatinetrockenplatten kontinuierlich von den neuen flexiblen Kunststofffilmen abgelöst. Die neuartigen Rollfilme erlaubten es, mehr Aufnahmen zu machen und auch unter erschwerten Bedingungen ausserhalb des Studios zu fotografieren, weshalb sie vor allem bei Amateur:innen, Hobbyfotograf:innen und Fotojournalist:innen sehr beliebt waren. Für Berufsfotograf:innen standen auch Planfilme aus Cellulosenitrat zur Verfügung. Das neue Material brachte jedoch auch einige Nachteile mit sich. So ist Cellulosenitrat z. B. leicht entzündlich und weist eine schlechte Alterungsbeständigkeit auf (siehe auch 7.1 Konservierung von analogen Fotografien).
Celluloseacetatfilm (ca. 1925–heute)
Ab Mitte der 1920er Jahre kamen Filme mit Celluloseacetat als Trägermaterial (auch Acetat genannt) auf den Markt, welche die Nitratfilme langsam ersetzten. Da diese neuen Filme weniger brennbar waren als Nitratfilme, wurden sie ab den 1950er Jahren meist mit der Aufschrift «safety» versehen und sind auch unter der Bezeichnung «Sicherheitsfilme» bekannt. Nitratfilme blieben in Europa jedoch bis in die 1950er Jahre in breiter Verwendung, da sie günstiger waren und eine bessere Planlage hatten – also weniger zum Wellen oder Verziehen neigten – als die damaligen Acetatfilme. Acetatfilme werden als Rollfilm bis heute produziert.
Polyesterfilm (1955–heute)
Filme mit Polyester als Trägermaterial lösten schliesslich ab den 1960er Jahren langsam Planfilme aus Celluloseacetat ab. Polyester ist das einzige Filmmaterial, das konservatorisch stabil ist. In Spezialanwendungen wie der Reprofotografie ersetzte Polyesterfilm zum Teil direkt die Verwendung von Gelatinetrockenplatten.
Kunststofffilme gibt es als Rollfilm oder Planfilm in verschiedenen normierten Formaten. Siehe Planfilm und Rollfilm.
Für die Identifizierung des Trägermaterials von Kunststofffilmen siehe Bestimmung der Filmträger: Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester.
Farbnegative (1942–heute)
Der erste chromogene Farbnegativfilm wurde 1942 von Kodak zusammen mit dem zugehörigen Kodacolor-Fotopapier eingeführt (siehe C-Print). Bei Farbnegativfilmen handelt es sich um Mehrschichtfarbfilme. Mehrschichtfarbfilme bestehen aus Silberhalogenidschichten mit Farbkupplern. Die Farbkuppler reagieren während der Entwicklung mit dem Entwickler und bilden dabei Farbstoffe – also die eigentlichen Farben des Bildes. Das Verfahren wird auch als chromogenes Verfahren bezeichnet. Die oberste Schicht ist sensibilisiert für blaues Licht, die mittlere für grünes und die unterste für rotes Licht. In der rot-empfindlichen Schicht entsteht der cyanfarbene Anteil des Bildes, in der grün-empfindlichen Schicht das magentafarbene Teilbild und in der blau-empfindlichen Schicht das gelbe Bild (yellow). Die Farben werden komplementär wiedergegeben. Auf diese Art sind bis heute fast alle Farbnegativfilme und Farbumkehrfilme (siehe auch Farbdiapositiv auf Film) aufgebaut. Farbnegativfilme enthalten zudem normalerweise einen orange-farbigen Schleier («Farbmaske» genannt) für die Korrektur der Farbwiedergabe, was den Filmen eine orange-bräunliche Grundfarbe gibt. Diese Farbmaske wurde ab ca. 1948 eingeführt. Diapositivfilme haben keine solche Maske.
Wie bei den Schwarzweissfilmen gibt es Farbnegative auf Cellulosenitrat-, Celluloseacetat- und Polyester-Trägern. Für die Identifizierung der Filmträger siehe Bestimmung der Filmträger: Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester.
Diapositive
Als Dia oder Diapositiv (von altgriechisch δία dia = «durch») werden fotografische Glasplatten oder fotografischen Filme bezeichnet, die nach der Entwicklung in den ursprünglichen Helligkeits- und Farbwerten und damit als positives Bild vorliegen. Diafilme werden auch als Umkehr- oder Farbumkehrfilme bezeichnet. Diapositive wurden häufig gerahmt und für die Betrachtung projiziert – früher mit einer Laterna magica und später mit speziellen Diaprojektoren. Im Gegensatz zu Negativen handelt es sich also um «fertige» transparente Bilder, die in der vorliegenden Form für die Betrachtung vorgesehen waren. Es können jedoch auch Abzüge ab Dias hergestellt werden (z. B. Cibachrome oder Dye Transfer).
Monochrome Diapositive
Diapositiv auf Glas (1850–1950)
Diapositive auf Glas wurden entweder durch Kontaktkopie von einem Negativ hergestellt – indem ein Negativ auf eine unbelichtete Glasplatte gelegt und diese belichtet und entwickelt wurde – oder durch Umkehrentwicklung. Bei der Umkehrentwicklung wird im Entwicklungsprozess direkt ein positives Bild erzeugt. Im Fall einer Umkehrentwicklung handelt es sich bei den resultierenden Diapositiven um Unikate. Oft sind Glasdias zusätzlich mit einem Schutzglas versehen und mit schwarzem Papierband eingefasst. Diapositive auf Glas wurden in der Laterna magica, in Stereobetrachtern (siehe Stereo-Fotografie), für die Projektion und als Fensterschmuck verwendet. Als Bindemittel wurden Albumin, Kollodium oder Gelatine verwendet. Zum Teil wurden die Diapositive sorgfältig manuell koloriert. Glasdiapositive werden auf Englisch auch als «Lantern Slides» bezeichnet.
Besondere Merkmale:
- positives Bild auf Glas
- häufig auf der Bildschicht-Seite mit einem Schutzglas versehen und mit schwarzem Papierband eingefasst
- z. T. sind Bildlegenden auf dem Papierband angebracht
- Kolorierung möglich
- Stereo möglich
Diapositiv auf Film (1930–heute)
Monochrome Diapositive auf Film konnten ebenfalls als Kopie vom Negativ oder durch Umkehrentwicklung hergestellt werden. Eine manuelle Kolorierung ist möglich. Kleinbild-Diapositive sind meist gerahmt und können in dieser Form mit einem Diaprojektor projiziert werden. Diapositive auf Film gibt es sowohl als Roll- als auch als Planfilm (siehe Planfilm und Rollfilm).
Als Trägermaterial wurden sowohl Cellulosenitrat, Celluloseacetat als auch Polyester verwendet (siehe Bestimmung der Filmträger: Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester).
Zum Teil wurden Diapositive auf Film zwischen zwei Deckgläsern eingefasst und können somit leicht mit Diapositiven auf Glas verwechselt werden.
Farbige Diapositive
Autochrom (1907–1935)
Ab 1896 gab es farbige Diapositive auf Glas im sogenannten Farbrasterverfahren. Das Autochromverfahren basiert auf dem Kornrasterverfahren (eine Untergruppe der Farbrasterverfahren). Es wurde 1903 von den Gebrüdern Auguste und Louis Lumière in Lyon entwickelt und 1907 der Öffentlichkeit vorgestellt. Charakteristisch für Autochrome ist der Raster aus orange-roten, blau-violett und grün gefärbten Stärkekörnern. Die Zwischenräume sind mit Russ ausgefüllt und schwarz (im Gegensatz zu den Kornrasterverfahren von Agfa ab 1916). Das Autochromverfahren war das erste massentaugliche Farbverfahren. Allerdings war die Belichtungszeit für eine Aufnahme sehr lang und für die Projektion musste ein sehr lichtstarker Projektor eingesetzt werden. Zudem war das Verfahren vergleichsweise teuer. Aus diesem Grund wurde es vor allem von ambitionierten Amateur:innen und Künstler:innen eingesetzt und setzte sich bei Berufsfotograf:innen nicht durch. Mit der Erfindung der ersten kommerziellen chromogenen Farbverfahren Mitte der 1930er Jahre (siehe Farbdiapositiv auf Film und Farbnegativ) wurde das Verfahren definitiv obsolet. Autochrome wurden wie Diapositive auf Glas üblicherweise mit einem Deckglas versehen und mit schwarzem Papierband eingefasst. Es gibt auch Stereo-Aufnahmen (siehe Stereo-Fotografie).
Besondere Merkmale:
- farbiges Positiv auf Glas
- ziemlich dunkles Bild
- Kornraster aus orange-rot, blau-violett und grün gefärbten Stärkekörnern mit schwarzen Zwischenräumen (gut von Auge zu erkennen)
- normalerweise auf der Bildschicht-Seite mit einem Schutzglas versehen und mit schwarzem Papierband eingefasst
- z. T. sind Bildlegenden auf dem Papierband angebracht
- Stereo möglich
Farbdiapositiv auf Film (1936–heute)
Chromogene Farbdiapositivfilme wurden ab ca. 1936 eingeführt, also einige Jahre vor den Farbnegativfilmen. Bei den Farbdiapositiven auf Film handelt es sich wie bei den Farbnegativfilmen um ein chromogenes Farbverfahren mit Mehrschichtfilmen mit sogenannten Farbkupplern. Bei Farbkupplerfilmen sind auf dem Filmträger drei oder mehr Silberhalogenidschichten aufgebracht, die jeweils für rotes, grünes oder blaues Licht empfindlich sind. Bei der Umkehrentwicklung entsteht nach einem ersten Entwicklungsprozess zunächst ein Schwarzweiss-Negativ. Während der Zweitentwicklung – die Farbentwicklung – bilden sich die Farbstoffe aus den eingelagerten Farbkupplern. Durch anschliessendes Ausbleichen und Fixieren wird sämtliches Silber wieder in lösliche Silbersalze überführt und entfernt, wodurch ein reines Farbbild zurückbleibt, welches als Positiv vorliegt.
Als Trägermaterial von Farbdiapositivfilmen wurde Celluloseacetat oder Polyester verwendet (siehe Bestimmung der Filmträger: Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester).
Eine Ausnahme vom oben beschriebenen Prozess bildete der von 1936 bis 2009 von Kodak hergestellte Kodachrome-Film. Beim Kodachrome-Film waren die Farbkuppler erst im Entwickler vorhanden. Das bewirkt eine höhere Farbstabilität und Bildschärfe, jedoch war die aufwändigere Entwicklung nur in spezialisierten Labors möglich.
Kodachrome-Filme haben von allen Diapositiv-Filmen die beste Dunkellagerfähigkeit und die schlechteste Lichtbeständigkeit, weshalb sie nicht projiziert werden sollten.
Entwicklungsprozesse für Farbdias
Seit der Erfindung von Mehrschichtfarbfilmen 1936 gab es verschiedene Entwicklungsprozesse für Farbdiafilme. Mit jedem neuen Entwicklungsprozess wurden von den Herstellern neue Filme eingeführt. Filme, die mit dem E-4-Prozess (ca. 1966) und dem späteren E-6-Prozess (ab 1976) entwickelt wurden, sind stabiler als frühere Farbdias. Das «E» steht für Ektachrome, der Name der Farbumkehrfilme mit Farbkupplern der Firma Kodak. Andere Unternehmen wie Agfa oder Fujifilm boten gleichwertige Entwicklungsprozesse unter anderen Bezeichnungen an.
Planfilm und Rollfilm
Bei den Kunststofffilmen wird zwischen Planfilmen und Rollfilmen unterschieden. Planfilm ist Film in einzelnen Blättern. Er wird in Grossformatkameras (auch Planfilmkameras genannt) verwendet. Planfilm wurde mehrheitlich für die Werbe-, Sach-, Industrie- und Architekturfotografie eingesetzt.
Als Rollfilm bezeichnet man fotografischen Film, der auf eine Spule aufgewickelt ist. Rollfilm aus Cellulosenitrat verbreitete sich mit der Einführung der Boxkameras von Kodak schnell im Amateurbereich. Auch bei Fotojournalist:innen waren die Rollfilme beliebt. Es gibt verschiedene standardisierte Rollfilmtypen (z. B. Typ 135 für Kleinbildkameras).
Als Aufnahmeformat oder Bildformat bezeichnet man die Abmessung des Bildes auf fotografischen Platten oder Filmen. Üblicherweise wird heute bei Negativen und Dias zwischen dem sogenannten Kleinbildformat (24 × 36 mm), Mittelformat (zwischen 4.5 × 6 cm und 6 × 9 cm) und Grossformat (≥ 9 × 12 cm) unterschieden. Bei Kleinbild- und Mittelformatfilmen handelt es sich um Rollfilme, bei Filmen ab dem Format 6.5 × 9 cm um Planfilme. Gerade bei Rollfilmen gab es jedoch neben dem Kleinbildformat und den «klassischen» Mittelformaten jedoch zu unterschiedlichen Zeiten diverse weitere Formate.
Für die Weiterverwendung wurden insbesondere Mittelformatfilme und Diapositivfilme häufig zerschnitten, so dass der Film als Einzelnegative oder -diapositive oder in Streifen vorliegt.
Bestimmung der Filmträger: Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyester
Bei Negativen und Dias auf flexiblen Trägern ist die Bestimmung des Trägermaterials zentral für die Planung der Erhaltungsmassnahmen (siehe auch 7.1 Konservierung von analogen Fotografien). Sowohl nitrat- als auch acetatbasierte Trägermaterialien sind instabil und können durch die bei autokatalytischen Zersetzungsprozessen entstehenden Schadstoffe auch umliegendes Material gefährden. Einzig Polyesterfilme sind stabil. Aus diesem Grund sollten Negativ- und Dia-Bestände idealerweise nach Material getrennt aufbewahrt werden.
Da Acetatfilme bis heute produziert werden, ist eine eindeutige Identifizierung alleine aufgrund der Datierung häufig nicht möglich. Die Datierung kann jedoch wichtige Hinweise auf das Trägermaterial liefern.
Bei flexiblen Negativen vor 1920 handelt es sich immer um Cellulosenitratträger. Ab dem Entstehungsjahr 1920 ist ein Ausschlussverfahren nötig.
Bis heute wird für die meisten Rollfilme Trägermaterial aus Celluloseacteat verwendet. Polyester ist aufgrund seiner Materialeigenschaften weniger für Rollfilm geeignet (Polyesterträger weisen ein sogenanntes «memory curl» auf – d. h. sie zeigen eine Tendenz, sich auch nach der Entwicklung der Filme zu rollen – und sind relativ starr).
Polyesterträger liegen hauptsächlich bei Planfilmen vor.
Folgende Merkmale und Verfahren stehen für die Identifikation des Trägermaterials von flexiblen Filmen zur Verfügung:
Randmarkierungen
Einbelichtete Film- oder Herstellerangaben können wichtige Hinweise auf das vorhandene Filmmaterial liefern.
Ab den 1950er Jahren tragen Acetatfilme häufig die Bezeichnungen «Sicherheitsfilm», «de sécurité», «safety» oder «safety film». Findet sich eine solche Bezeichnung in den Randbereichen des Films, kann mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich um einen Träger auf Celluloseacetatbasis handelt. Jedoch wurden auch Planfilme auf Polyesterbasis ab ca. Mitte der 1960er Jahre mit der Bezeichnung «safety film» versehen und es ist auch möglich, dass Acetatfilme auf Nitrat- oder Polyesterfilme umkopiert wurden, weshalb eine solche Bezeichnung alleine keine eindeutige Identifizierung des Trägermaterials erlaubt. Die Bezeichnungen «Estar» oder «Advantix» weisen auf einen Polyesterträger hin.
Ältere Planfilme tragen in der Regel keine Einbelichtungen mit Film- oder Herstellerangaben. Man unterscheidet sie durch die Form und Anordnung ihrer Kerbungen am oberen Rand (auf Englisch «notch code»). Die Kerben dienten den Fotograf:innen auch als Hilfe beim korrekten Einlegen des Films in eine Filmkassette in der Dunkelkammer.
Eine Übersicht über bekannte Filmtypen sowie Planfilm-Kerbungen mit der Bestimmung des Trägermaterials findet sich bei Kramer. Die Liste ist nicht abschliessend und gilt hauptsächlich für in Deutschland verwendete Filmtypen.
Die eindeutige Identifizierung des Trägermaterials erfolgt normalerweise über die Datierung (sofern bekannt) und ein Ausschlussverfahren durch verschiedene Tests.
Eine eindeutige rein visuelle Identifizierung ohne Tests ist einzig bei Nitrat- und Acetatfilmen möglich, die bereits Zersetzungserscheinungen aufweisen. Vgl. hierfür 7.1 Konservierung von analogen Fotografien.
Identifizierung von Cellulosenitratträgern
Diphenylamin-Nachweis
Mittels einer Diphenylamin-Lösung kann nachgewiesen werden, ob das Trägermaterial auf Cellulosenitrat-Basis ist oder Nitrat als Zwischenschicht enthält. In diesem Test verfärbt sich Trägermaterial aus Cellulosenitrat blau-schwarz, während sich Celluloseacetat nicht verfärbt und transparent bleibt. Da Diphenylamin ein giftiger und gesundheitsschädlicher Stoff ist, sollte der Diphenylamin-Nachweis-Test nur von ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt werden.
Brenntest
Da Cellulosenitrat extrem leicht entzündlich und viel brennbarer ist als Celluloseacetat und Polyester, lassen sich Nitratfilme mithilfe eines Brenntests identifizieren. Cellulosenitrat entzündet sich schnell und brennt knisternd in einer gelben Flamme. Celluloseacetat beginnt unter der Flamme zu schmelzen, bildet ein Schmelzköpfchen aus und eine Rauchfahne ist sichtbar.
Da für die eindeutige Identifizierung mittels des Brenntests ein kleiner Span des Films im Randbereich abgeschnitten und dieser auf die richtige Art entzündet werden muss und die Interpretation des Brenntests Erfahrung erfordert, sollte auch dieser Test nur von ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt werden.
Sowohl der Diphenylamin-Nachweis als auch der Brenntest sollte nur von ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt werden!
Identifizierung von Polyesterträgern: Nachweis mit Polarisationsfiltern
Polyesternegative können mithilfe von zwei Polarisationsfiltern identifiziert werden. Hierfür wird das Negativ oder Dia zwischen zwei gekreuzte Polarisationsfilter auf ein Leuchtpult gelegt, so dass ein dunkler Bereich entsteht. Werden Interferenzfarben sichtbar, handelt es sich um einen Polyesterträger. Polarisationsfilter sind im Foto-Fachhandel erhältlich, wodurch dieser Test einfach durchgeführt werden kann und keine spezielle Ausbildung erfordert.
Bei fotografischen Filmen ab den 1960er Jahren kann mittels Polarisationsfiltern eindeutig zwischen Polyester- und Acetatträgern unterschieden werden.
Wenn durch Polarisationsfilter ausgeschlossen wird, dass es sich um Polyesterfilm handelt und aufgrund der Datierung Nitrat als Trägermaterial nicht ausgeschlossen werden kann, muss für die eindeutige Bestimmung von einer Fachperson ein Diphenylamin-Nachweis oder Brenntest durchgeführt werden.
Spektroskopische Methoden (z. B. SurveNIR)
Mittels statistischer Auswertung und Anwendung von Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIR) ist es möglich, die Filmträger zerstörungsfrei zu identifizieren. Dieses Verfahren setzt jedoch das hierfür nötige Equipment voraus, was das Verfahren im Vergleich zu den oben vorgestellten Methoden relativ teuer und aufwändig macht. Dieses Verfahren eignet sich daher vor allem für die Identifikation der Trägermaterialien bei sehr umfangreichen Beständen.
Für die Bestimmung der Filmträger vgl. auch Workshop-Skript von Barbara Spalinger (2022).
Positive auf Papier
Bei den Positiven kann zwischen fotochemischen und fotomechanischen Verfahren unterschieden werden. Bei den fotomechanischen Verfahren wird die Druckplatte belichtet, aber das eigentliche Bild wird durch einen Druckprozess hergestellt. Bei den fotochemischen Verfahren wird hingegen direkt das Papier mittels eines fotografischen Verfahrens ausbelichtet.
Bei den meisten fotochemischen Verfahren werden die Positive durch die Ausbelichtung von Negativen auf Papier hergestellt, aber es gibt auch Verfahren, die auf der Ausbelichtung von Diapositiven (z. B. Cibachrome) oder digitalen Dateien basieren (z. B. sogenannte «Digital C-Prints»). Zudem können auch Fotografien auf Papier ohne Negativ oder Dia als Vorlage hergestellt werden, indem das Fotopapier direkt belichtet wird (z. B. bei Fotogrammen oder Camera-obscura-Aufnahmen) – in diesem Fällen liegt das Bild jedoch als Negativ vor. In der Digitalfotografie werden die Positive normalerweise durch digitale Druckverfahren hergestellt (z. B. Tintenstrahldruck).
Frühe fotografische Abzüge entstanden üblicherweise im Auskopierverfahren, bei dem das lichtempfindliche Papier in direktem Kontakt mit einem Negativ in einen Auskopierrahmen gelegt und mit einer Lichtquelle (z. B. Sonnenlicht) belichtet bzw. auskopiert wurde. Eine chemische Entwicklung war nicht nötig. Danach wurde das Papier fixiert und gewässert. Bei den im Auskopierverfahren hergestellten Fotografien handelt es sich somit um Kontaktabzüge bzw. Kontaktkopien, bei denen die Grösse des Abzugs der Grösse des Negativs entspricht, z. B. beim Albuminpapierabzug, Kollodiumpapierabzug oder Silbergelatineabzug POP (POP = Print out Paper, Auskopierpapier). Dies erklärt den Detailreichtum vieler früherer Abzüge. Erst mit der Entwicklung von leistungsfähigen, lichtstarken Objektiven zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es möglich, mittels eines Vergrösserungsgeräts Abzüge herzustellen, die grösser waren als das Negativ.
Da es bei den Positiven auf Papier eine Vielzahl von Verfahren gibt und es für die Identifizierung gute frei zugängliche Nachschlagewerke wie den Graphics Atlas gibt, wird im Folgenden nur eine kleine Auswahl von Verfahren vorgestellt.
Fotochemische Verfahren
Salzpapierabzug (1840–1865)
Das Salzpapierverfahren wurde von William Henry Fox Talbot um 1834/35 entwickelt und 1839 veröffentlicht. Der Salzpapierabzug ist das erste fotografische Verfahren, um Positive ab einem Negativ herzustellen. Obwohl sich das Verfahren für Salzpapier-Positive und das Verfahren für die Herstellung von Salzpapier-Negativen (siehe Papiernegative) ähneln, gibt es Unterschiede bei den verwendeten Chemikalien und beim Prozess. Im Gegensatz zu den Salzpapier-Negativen, welche entwickelt werden mussten, wurden Salzpapier-Positive im Auskopierverfahren hergestellt.
Der Salzpapierabzug blieb bis in die frühen 1860er Jahre in Gebrauch, als sich der ästhetische Geschmack hin zu den detailreichen, glänzenden Albuminabzügen verlagerte. Obwohl das Salzpapierverfahren nur für eine relativ kurze Zeit verwendet wurde, war es eine äusserst beliebte Form der Fotografie. Im Gegensatz zur Herstellung von Daguerreotypien, die spezielle Geräte und gefährliche Chemikalien erforderte, war das Salzpapierverfahren deutlich einfacher. Zudem ermöglichte das Negativ-Positiv-Verfahren eine Vervielfältigung des aufgenommenen Motivs, indem mehrere Abzüge von einem einzigen Negativ hergestellt werden konnten.
Um 1900 gab es ein kurzes Wiederaufleben des Salzpapierverfahrens, doch bis Ende der 1920er Jahre wurde die kommerzielle Produktion von Salzpapieren vollständig eingestellt.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- matte Oberfläche
- Papierfasern deutlich sichtbar
- warmer Bildton: gelbbraun, rotbraun, schokoladenbraun, purpur
- neigen zum Verblassen und Vergilben
- Kolorierung und Übermalung möglich
- auch für Probeabzüge eingesetzt
Zum Teil wurden Salzpapierabzüge manuell übermalt (insbesondere Porträts). In solchen Fällen ist es manchmal schwierig zu erkennen, dass es sich um Fotografien handelt.
Fotogenische Zeichnung (1834–1840)
Bereits 1834 stellte William Henry Fox Talbot erste Fotogramme im Salzpapierverfahren her – ohne diese jedoch vollständig fixieren zu können. Dazu legte er Gegenstände auf lichtempfindlich präpariertes Papier und belichtete dieses in der Sonne. Die so entstandenen Bilder bezeichnete er als fotogenische Zeichnungen (auf Englisch: «Photogenic Drawings»). Auch in der Fotografiegeschichte hat sich dieser Begriff für diese frühen Fotogramme im Salzpapierverfahren etabliert.
In der Fachliteratur werden zum Teil unter Salzpapier sowohl das Verfahren für die Herstellung von Negativen als auch das Verfahren für die Herstellung von Positiven verstanden. Wir unterscheiden in diesem Kapitel zwischen Papiernegativen (= Salzpapier-Negativ) und Salzpapierabzug (= Salzpapier-Positiv).
Albuminpapierabzug (1850–1920)
Das häufigste Auskopierverfahren des 19. Jahrhunderts ist der Albuminpapierabzug. Das Papier wurde mit einer lichtempfindlichen Emulsion aus Hühnereiweiss und Silbersalzen beschichtet. Der Albuminpapierabzug war in Kombination mit dem nassen Kollodiumverfahren detailreicher und kostengünstiger als die bis dahin gebräuchlichen Verfahren wie bspw. der Salzpapierabzug, die Daguerreotypie oder die Ambrotypie und setzte sich daher schnell durch.
Albuminpapierabzüge haben einen warmen Bildton und die hellen Stellen des Bilds sind gelblich. Die Oberfläche ist meist glänzend. Zwischen 1895 und den 1920er Jahren gab es jedoch auch matte Papiere. Die Papierfasern des Trägerpapiers sind vor allem in den hellen Bildbereichen durch die dünne Albuminschicht hindurch gut sichtbar. Die dunklen Bereiche des Bildes können einen bläulichen oder bräunlichen Glanz aufweisen. Albuminpapierabzüge sind sehr dünn und daher normalerweise auf Karton aufgezogen. Häufig sind z. B. das Visit- oder Kabinettformat. Nicht aufgezogene Papiere neigen dazu, sich mit der Bildseite gegen innen einzurollen. Albuminpapierabzüge vergilben und verblassen nach einer gewissen Zeit. Ein weiteres häufiges Schadbild sind Haarrisse in der Albuminschicht, auch Craquelé genannt.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- Oberfläche: leicht glänzend (Seidenglanz), 1895–ca. 1920 auch matt
- gelbbraune und warme Farbtöne, helle Bildstellen sind gelblich
- z. T. bläulicher oder bräunlicher Glanz in den dunklen Bildstellen
- Papierfasern sichtbar
- dünnes Papier
- normalerweise auf Karton kaschiert (u. a. Visit- und Kabinettformat)
- lose Abzüge z. T. eingerollt
- z. T. Haarrisse sichtbar
Eine Sonderform des Albuminpapierabzugs ist das Crystoleum. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zum Auftragen von Farbe auf einen Albuminabzug, das von ca. 1880 bis ca. 1910 beliebt war. Dafür wurde ein Albuminabzug mit der Bildseite nach unten auf die Innenseite einer konkaven Glasscheibe geklebt. Nach der Trocknung des Klebstoffs wurde der Papierträger des Abzugs abgerieben, so dass nur die transparente Emulsion auf dem Glas zurückblieb. Das Bild wurde anschliessend auf der Rückseite von Hand mit Ölfarben koloriert. Auf der Rückseite wurde ein weiteres Glas angebracht, das ebenfalls von Hand koloriert werden konnte. Beide Glasstücke wurden schliesslich miteinander verbunden. Das Crystoleum wurde häufig für die Präsentation gerahmt.
Kollodiumpapierabzug (1885–1920)
Ein häufiges Auskopierverfahren um 1900 war der Kollodiumpapierabzug. Nach der Verwendung von Kollodium auf Glas im nassen Kollodiumverfahren (siehe Kollodium-Nassplatte) war es naheliegend, Kollodium auch für die Beschichtung von Auskopierpapieren einzusetzen. Experimente mit Kollodium-Emulsionen auf Papier begannen in den frühen 1850er bis in die frühen 1860er Jahren. Die ersten Papiere wurden schliesslich ab ca. 1865 von G. Wharton Simpson fabrikmässig hergestellt. Die Popularität des Kollodiumpapierabzugs stieg in den 1880er Jahren und begann bereits in den 1890er Jahren wieder zu sinken. Der Kollodiumpapierabzug wurde nach und nach durch den Silbergelatineabzug verdrängt (zunächst im Auskopierverfahren und später im Entwicklungsverfahren). In Deutschland wurden Kollodiumpapiere bis Ende der 1930er Jahre hergestellt.
Die Papiere bestehen aus drei Schichten: einem Papierträger, einer Zwischenschicht aus Baryt und einer Emulsion aus Kollodium und lichtempfindlichen Silbersalzen. Kollodiumpapierabzüge mit glänzender Oberfläche können unter Leuchtstofflampen leicht durch ihren irisierenden Schimmer identifiziert werden. Bei glänzenden Papieren sind die Papierfasern durch die dicke Barytschicht verdeckt. Ab ca. 1893 gab es auch matte Papiere. Matte Kollodiumpapierabzüge haben in der Regel eine sehr dünne Barytschicht, so dass die Fasern des Papiers teilweise sichtbar sind. Kollodiumpapierabzüge sind sehr anfällig für Oberflächenabrieb und Kratzer, wobei häufig die weisse Barytschicht freigelegt wird. Solche Schadbilder können ein Hinweis sein, dass es sich um ein Kollodiumpapierabzug handelt.
Barytschicht
Bei einigen fotografischen Verfahren wie dem Kollodiumpapierabzug kommt eine Zwischenschicht aus Bariumsulfat zum Einsatz (Barytschicht genannt). Bariumsulfat verhindert das Einsinken der fotografischen Emulsion in den Papierfilz und dient gleichzeitig als Haftschicht zwischen dem Papierträger und der Emulsion. Zusätzlich bewirkt Baryt eine Aufhellung der Papierunterlage und sorgt für eine homogene Papieroberfläche sowie einen besseren Glanz. Eine Zwischenschicht aus Bariumsulfat gibt es neben dem Kollodiumpapierabzug unter anderem beim Silbergelatineabzug.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- Farbton: schokoladenbraun, purpur, neutralgrau
- Oberfläche: stark glänzend, ab ca. 1893 auch matt
- glänzende Abzüge: irisierender Schimmer (unter Leuchtstoffröhrenlicht), Papierfasern nicht sichtbar
- matte Abzüge: Papierfasern schwach sichtbar
- häufig Oberflächenabrieb und Kratzer
- v. a. Porträtfotografie und Sachaufnahmen
Es gab auch Albuminpapierabzüge, die zusätzlich mit einer Kollodiumschicht überzogen waren, um den Fotografien einen stärkeren Glanz zu verleihen. Bei diesen Abzügen sind die Papierfasern im Gegensatz zu glänzenden Kollodiumpapierabzügen sichtbar.
Cyanotypie (1842–1955)
Bei der Cyanotypie wird das Papier durch eine Beschichtung mit Eisensalzen sensibilisiert. Durch die Belichtung an der Sonne entsteht zunächst ein gelbblaues Bild, welches im Verlauf der Wässerung und der Trocknung schliesslich die charakteristische blaue Färbung erhält. Zur Vervielfältigung von Plänen (Blaupausen) war die Cyanotypie ab 1870 weit verbreitet. Das Verfahren wurde auch häufig für Probeabzüge oder Rohdrucke eingesetzt. Die Oberfläche von Cyanotypien ist matt und die Papierfasern des Trägers sind deutlich sichtbar.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- blaue Farbe
- matte Oberfläche
- Papierfasern deutlich sichtbar
- häufig für Probeabzüge oder Rohdrucke eingesetzt
Eine blaue Farbe ist zwar ein wichtiger Hinweis, dass es sich um eine Cyanotypie handeln könnte, aber allein kein eindeutiges Merkmal für die Identifikation. Es konnten auch Edeldrucke (z. B. Bromöldruck oder Gummidruck) mit blauen Farben hergestellt werden.
Silbergelatineabzug POP (ca. 1886–1910)
Gelatine-Auskopierpapiere (auch Aristopapier genannt) gehören zusammen mit den Kollodiumpapieren zu den ersten vollständig industriell hergestellten Fotopapieren und wurden ab ca. 1886 vermarktet. In den späten 1890er Jahren verdrängte der Silbergelatineabzug POP den Kollodiumpapierabzug. In den 1910er und 1920er Jahren wurde der Silbergelatineabzug POP seinerseits vom Silbergelatineabzug DOP verdrängt. (Zu den Abkürzungen POP und DOP siehe unten.)
Silbergelatineabzüge POP bestehen aus drei Schichten: Papier, Barytschicht und Gelatineschicht mit lichtempfindlichen Silbersalzen. Die Abzüge haben in der Regel warme, eher braune Farbtöne. Silbergelatineabzüge POP haben oft eine dicke, glatte Barytschicht, die der Oberfläche einen glatten, glänzenden Schimmer verleiht, es gibt aber auch halbmatte und matte Papiere. Die Papierfasern sind nicht sichtbar. Auch Silbergelatineabzüge POP sind häufig auf Karton aufgezogen.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- Farbton: schokoladenbraun, purpur
- Oberfläche: glänzend, matt oder strukturiert
- Papierfasern nicht sichtbar
- häufig auf Karton kaschiert
- wenig anfällig auf Kratzer (v. a. im Vergleich zu Kollodiumpapierabzügen)
Auskopierpapier (POP) vs. Entwicklungspapier (DOP)
Beim Auskopierpapier wird das Papier in direktem Kontakt mit einem Negativ belichtet. Eine chemische Entwicklung ist nicht nötig. Dabei entstehen beim Silbergelatineabzug POP feine, rundliche Silberpartikel, die einen bräunlichen Farbeindruck ergeben.
Beim Entwicklungspapier ist das Bild nach der Belichtung zunächst nur latent vorhanden und muss mit einer chemischen Entwicklung sichtbar gemacht werden. Während der Entwicklung bilden sich aus den belichteten Silbersalzen Silberfäden, welche sich zu grösseren Silberpartikeln zusammelagern. Dies ergibt die charakteristischen Weiss-, Grau- und Schwarzwerte dieser Fotografien.
Um Gelatine-Auskopierpapiere von Gelatine-Entwicklungspapieren zu unterscheiden, werden in der Fachliteratur meistens die englischen Abkürzungen verwendet:
- POP: Print out Paper = Auskopierpapier
- DOP: Developing out Paper = Entwicklungspapier oder Vergrösserungspapier
Silbergelatineabzug DOP (1890–heute)
Das Positivverfahren auf Papier, das sich am häufigsten in den Beständen von Archiven, Bibliotheken und anderen Gedächtnisinstitutionen findet, ist der Silbergelatineabzug DOP. Der Silbergelatineabzug DOP tauchte erstmals Mitte der 1880er Jahre auf und wurde zum vorherrschenden fotografischen Verfahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Aufgrund der Komplexität des Prozesses wurden die Papiere immer industriell gefertigt. Häufig ist auf der Rückseite der Abzüge der Papierhersteller aufgedruckt.
Es gibt Silbergelatineabzüge auf Barytpapier und ab den späten 1960er Jahren auch auf sogenanntem PE-Papier (siehe unten). Barytpapiere bestehen aus drei Schichten: Papier, Barytschicht und Gelatineschicht mit lichtempfindlichen Silbersalzen (siehe Barytschicht).
PE-Papier
In den späten 1960er Jahren wurden mit Polyethylen beschichtete Papiere eingeführt, die sogenannten PE-Papiere oder RC-Papiere (von Englisch «resin-coated»). PE-Papiere sind beidseitig mit Polyethylen beschichtet und sind leicht an ihrer glatten Kunststoffrückseite zu erkennen. Die PE-Umhüllung verhindert das Eindringen von Chemikalien und Wasser in die Papierschicht. Dadurch reduzieren sich die Verarbeitungszeiten erheblich, weshalb die Papiere häufig für weniger wertige Abzüge verwendet wurden (z. B. für Arbeitsabzüge vgl. Kontaktabzüge, Arbeitsabzüge, «Final Prints» und Presseabzüge). PE-Papiere verfügen über keine Barytschicht. Die PE-Schicht unter der Gelatineschicht mit den Silbersalzen enthält das Weisspigment Titandioxid.
Besondere Merkmale:
- monochrom
- Oberfläche: matt, glänzend, hochglänzend oder strukturiert
- normierte Papierformate (z. B. 18 × 24 cm, 30 × 40 cm, 40 × 50 cm) Hinweis: Abzüge konnten auch manuell zugeschnitten werden!
- Barytpapier oder PE-Papier
- Papierhersteller häufig auf Rückseite aufgedruckt
C-Print (1942–heute)
Beim C-Print (auch chromogener Farbabzug genannt) handelt es sich um ein chromogenes Verfahren für Abzüge (siehe auch Farbdiapositiv auf Film und Farbnegativ). Kodak führte mit Kodacolor 1942 das erste Papier für die Herstellung chromogener Farbabzüge ab Farbnegativ ein. Dieses Papier – sowie die nachfolgenden Papiere von Kodak und anderen Herstellern – besteht aus einem Papierträger, einer Barytschicht und drei übereinander liegenden Gelatineschichten, die durch Farbkuppler zu Gelb, Magenta und Cyan gefärbt werden. Die Farbstoffe entstehen bei der Entwicklung, welche deshalb auch als Farbentwicklung bezeichnet wird. Mit Titandioxid pigmentierte PE-Papiere wurden ab 1968 in den Vereinigten Staaten und 1970 in Europa eingeführt, worauf bald keine Papiere für chromogene Abzüge ohne Polyethylen-Beschichtung mehr produziert wurden. Der C-Print war das wichtigste und häufigste Farbverfahren des 20. Jahrhunderts für Abzüge. Seit Mitte der 1990er Jahre können neben Farbnegativen auch digitale Bilddateien als C-Print ausbelichtet werden (z. T. als «Digital C-Print», «Lambda-Print» oder «LightJet-Print» bezeichnet).
Besondere Merkmale:
- Farbfotografie
- Oberfläche: matt, glänzend, hochglänzend oder strukturiert
- normalerweise PE-Papier
- Papierhersteller auf Rückseite aufgedruckt
- bei älteren Abzügen häufig Farbstich und Vergilbung
Sofortbildverfahren (1948–heute)
Sofortbildverfahren vereinen Aufnahme, Entwicklung und Bildausgabe in einem einzigen Material – dem Sofortbildfilm. Direkt nach dem Auslösen der Kamera wird der Film automatisch entwickelt und das fertige Bild erscheint innerhalb weniger Minuten.
Es gibt drei Sofortbildverfahren, die alle auf ähnlichen chemischen Prinzipien beruhen:
- Diffusion Transfer (ab 1948): Schwarzweissbilder
- Dye Diffusion Transfer (ab 1963): Farbbilder
- Internal Dye Diffusion Transfer (ab 1972): auch bekannt als Integralfilm, Farb- oder Schwarzweissbilder
Beim Diffusion Transfer handelt es sich um eine Adaption des Silbergelatineabzugs DOP und bei den farbigen Sofortbildverfahren um eine Adaption des chromogenen Verfahrens (siehe C-Print).
Der Sofortbildfilm besteht aus mehreren Schichten, die in einem einzigen Blatt kombiniert sind: eine lichtempfindliche Negativschicht, eine Entwicklerpaste in einer kleinen Hülse sowie eine Trägerschicht aus Papier oder Kunststoff. Nach der Belichtung wird der Film durch Walzen in der Kamera transportiert. Dabei wird die Entwicklerpaste freigesetzt und gleichmässig über das Bild verteilt. Diese Paste enthält alle notwendigen Chemikalien, um das Bild zu entwickeln und zu fixieren.
Bei den älteren Verfahren (Diffusion Transfer und Dye Diffusion Transfer) entsteht zusätzlich ein Negativ, das vom Positivbild getrennt werden musste und meist entsorgt wurde. Diese Verfahren werden deshalb auch als Trennblattverfahren bezeichnet. Das bekannteste und heute noch erhältliche Verfahren ist das Internal-Dye-Diffusion-Transfer-Verfahren. Solche Sofortfilme werden auch Integralfilme genannt. Hier sind alle Schichten in einem Blatt integriert und das Bild wird direkt aus der Kamera ausgeworfen, ohne dass ein Negativ abgezogen werden muss.
Sofortbildverfahren waren vor allem bei Amateur:innen und Hobbyfotograf:innen beliebt, aber wurden auch von Berufsfotograf:innen eingesetzt, um im Studio die Lichtführung zu beurteilen (insbesondere in der Mode-, Werbe- und Produktfotografie).
Fotomechanische Verfahren
In diesem Abschnitt werden nur frühe Druckverfahren beschrieben. Für die modernen digitalen Druckverfahren siehe Moderne Druckverfahren (digital).
Lichtdruck (1868–1940, heute)
Beim Lichtdruck wird als Druckplatte eine dicke Glasplatte oder auch eine Metallplatte verwendet. Die Emulsion besteht aus Gelatine, die mit Ammoniumdichromat oder Kaliumdichromat lichtempfindlich gemacht wurde. Anschliessend wird ein fotografisches Negativ auf die Platte aufbelichtet. Dabei bildet sich ein Gelatinerelief, das an den belichteten Stellen aushärtet, fetthaltige Druckfarbe annimmt und an den nicht gehärteten Partien wasseraufnahmefähig bleibt. Nach diesem Kopiervorgang wird die Platte in kaltes Wasser getaucht, wodurch die Chromate ausgewaschen werden. Dabei bildet sich das charakteristische Runzelkorn, an dem fertige Lichtdrucke mit einer Lupe unverkennbar zu identifizieren sind. Zum Drucken wird die Platte zunächst angefeuchtet und dann mit der fetthaltigen Druckfarbe eingewalzt. Lichtdrucke dienten zur Herstellung von Faksimile- und Farbdrucken. Bei Farbdrucken wurde für jede Druckfarbe eine Druckplatte angefertigt. Oft wurden Lichtdrucke in monochronen, fotografieähnlichen Farben mit glänzender Oberfläche hergestellt und können daher auf den ersten Blick mit Albuminabzügen verwechselt werden. Mit einer Lupe lassen sich Lichtdrucke jedoch anhand des charakteristischen Runzelkorns sehr einfach identifizieren.
Besondere Merkmale:
- Verwendung: Faksimile- oder Farbdrucke
- alle Farben möglich, auch mehrfarbig
- Oberfläche: glänzend bis matt
- bei monochromen Drucken häufig fotografieähnliche Ausarbeitung, die an Albuminabzüge erinnert
- «Runzelkorn» ist in der Vergrösserung deutlich sichtbar
Photochrom (1890–1910)
Die Technik wurde in den 1880er-Jahren vom Zürcher Lithografen Hans Jakob Schmid (1856–1924) bei Photochrom & Co., einer Tochterfirma von Orell Füssli, marktreif entwickelt. Lange war der Photochromdruck das effektivste Druckverfahren zur Herstellung von hochwertigen Farbreproduktionen. Seine Blütezeit erlebte der Photochrom-Druck in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
Die Vorlage ist ein Schwarzweiss-Negativ, welches auf einen mit einer Asphaltmischung überzogenen Lithografiestein belichtet wird. Der ausbelichtete Asphalt härtet sich und der unbelichtete, noch weiche Asphalt wird mit einem Lösungsmittel abgewaschen. Danach werden die freigelegten Flächen geätzt und nehmen in der Folge keine Farbe mehr an. Für jede zu druckende Farbe wird auf diese Weise eine Platte hergestellt. Anschliessend wird der Stein mit Farbe eingefärbt und das Motiv in den verschiedenen Farbtönen übereinander gedruckt. Viele Bilder wurden auch bearbeitet, indem z. B. Personen nachträglich in Stadtansichten eingesetzt wurden. Charakteristisch für die Drucke der Firma Photochrom und der Nachfolgefirma Photoglob & Co. sind die aufgedruckte, goldfarbene Seriennummer und die Initialen «P. Z.» der Firma, gefolgt vom Bildtitel. Der Photochrom-Druck wurde vor allem für touristische Motive eingesetzt und die Bilder wurden häufig als Souvenirs verkauft.
Besondere Merkmale:
- Farbdrucke
- bei Drucken der Firma Photochrom bzw. Photoglob & Co.: aufgedruckte, goldfarbene Seriennummer und die Initialen «P. Z.» der Firma, gefolgt vom Bildtitel
- häufig touristische Motive (Stadtansichten, Landschaften, Sehenswürdigkeiten)
Moderne Druckverfahren (digital) (1973–heute)
Digitale Fotografien können vielfältig in eine physische Fotografie umgewandelt werden: als Ausbelichtung auf Fotopapier (siehe C-Print) oder als Ausdruck mit einem digitalen Druckverfahren wie Tintenstrahldruck, Laserdruck oder Thermosublimationsdruck. Die Qualität und Haltbarkeit solcher Drucke hängt stark vom verwendeten Trägermaterial, dem gewählten Druckverfahren sowie der Qualität der verwendeten Pigmente und Farben ab.
Für die korrekte Identifizierung moderner Druckverfahren siehe auch die Website the eye von Martin Jürgens.
Tintenstrahldruck (auch Inkjet-Print) (1990–heute)
Tintenstrahldrucke entstehen durch das gezielte Aufbringen winziger Tintentröpfchen auf das Papier – ein Verfahren, das als Drop-on-Demand (DOD) bezeichnet wird. Tintenstrahldrucke lassen sich an ihrer feinen Punktstruktur (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) erkennen. Das Erscheinungsbild dieser Punkte kann jedoch stark variieren – abhängig von Druckermodell, Treibereinstellungen, Papierart und verwendeter Tinte.
Die Haltbarkeit von Tintenstrahldrucken hängt wesentlich von der Qualität der Tinte und des Papiers ab. Man unterscheidet zwei Tintentypen:
- Farbstoffbasierte Tinten (Dye-based): Diese Tinten dringen in die oberste Papierschicht ein. Sie sind wenig lichtbeständig und kommen z. B. in Büro- und Heimdruckern zum Einsatz.
- Pigmentierte Tinten (Pigment-based): Diese Tinten bestehen aus festen Farbpartikeln, die auf der Papieroberfläche liegen. Sie sind sehr licht- und wasserbeständig und werden bevorzugt für qualitativ hochwertige Drucke verwendet. Ein leichter metallischer Glanz kann bei bestimmten Papieren auftreten.
Hochwertige Tintenstrahldrucke, bei denen pigmentierte Tinten und säurefreies, archivfestes Papier verwendet werden, werden zum Teil als «Archival Pigment Print» bezeichnet. Diese Drucke zeichnen sich durch hohe Farbtreue und gute Lichtbeständigkeit aus und werden häufig in der Kunst- und Fotografiebranche eingesetzt. Tintenstrahldrucke mit matter Oberfläche sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Kratzern und Abrieb. Insbesondere für Kunstreproduktionen auf meist matten Papieren ist auch die Bezeichnung «Fine Art Print» geläufig, wobei sich aufgrund von dieser Bezeichnung nicht auf die Qualität des Tintenstrahldrucks schliessen lässt.
Besondere Merkmale:
- Oberfläche: matt, glänzend oder strukturiert
- bei matten Oberflächen z. T. glänzende Kratzer
- feine Punkte in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (in der Vergrösserung gut zu erkennen)
Spezielle Erscheinungsformen von Fotografie
Bei den hier vorgestellten Begriffen handelt es sich nicht um fotografische Verfahren, sondern um besondere Erscheinungs- oder Präsentationsformen von Fotografien.
Cartes de Visite und Cartes Cabinet (ca. 1860–ca. 1915)
Mit Carte de Visite (Abkürzung: CdV) bezeichnet man eine Fotografie, die auf einem Karton im Format von ca. 6 × 9 cm aufgezogen wurde. Dieses Format wird auch als Visitformat bezeichnet. Ab etwa 1860 wurde die Carte de Visite sehr populär. Die Carte de Visite war vergleichsweise günstig und für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar. Zudem waren diese Fotografien leicht und formstabil und konnten somit zusammen mit Briefen verschickt werden.
Mit Kabinettformat, auch bekannt als Carte Cabinet (Abkürzung: Cab), Cabinet-Format oder Cabinet-Karte, bezeichnet man Fotografien, die grösser waren als Cartes de Visite und auf Karton im Format von meist ca. 11.5 × 16.5 cm kaschiert wurden.
Der Karton für Abzüge im Visit- und Kabinettformat wurde von spezialisierten Herstellern gefertigt. Auf der Rückseite ist normalerweise das Logo der Fotograf:innen oder des Fotostudios aufgedruckt. Häufig sind auch Auszeichnungen, die die Fotograf:innen oder Fotostudios erhalten haben, mit der entsprechenden Jahreszahl zu finden. Auch auf der Vorderseite kann der Name der Fotograf:innen oder des Fotostudios aufgedruckt sein. All diese Informationen helfen bei der Lokalisierung und Datierung der Abzüge. Ein umfassendes Verzeichnis der in der Schweiz tätigen Fotograf:innen und Fotoateliers findet sich bei fotoCH.
Die grosse Popularität der Visit- und Kabinettkarten führte auch zur Entwicklung passenden Zubehörs. Insbesondere Fotoalben mit passenden Passepartouts, in denen die Bilder eingeschoben werden konnten, wurden in grosser Zahl produziert und sind deshalb verhältnismässig häufig in Sammlungen zu finden. Die Alben waren meist aufwendig mit geprägten Leder- oder Samteinbänden und verzierten Metallbeschlägen gestaltet und waren in verschiedenen Grössen erhältlich.
Das Visit- und Kabinettformat wurde vor allem für Atelier-Porträts verwendet. Insbesondere im Kabinettformat gibt es aber auch Landschaftsaufnahmen. Häufig handelt es sich bei den Abzügen um Albuminpapiere, aber auch andere Verfahren sind möglich (z. B. Kollodiumpapierabzug oder Silbergelatineabzug POP). Sowohl das Visit- als auch das Kabinettformat wurden Anfang des 20. Jahrhunderts vom Postkartenformat verdrängt. Nach dem Ersten Weltkrieg sind diese Formate daher nur noch sehr selten zu finden.
Stereo-Fotografie
Stereo-Fotografie (auch Stereoskopie genannt) ist eine fotografische Technik, bei der zwei leicht versetzte Bilder desselben Motivs aufgenommen werden – eines für das linke und eines für das rechte Auge. Wenn diese Bilder mit einem speziellen Betrachter (z. B. einem Stereoskop oder heute einer passenden 3D-Brille) betrachtet werden, entsteht der Eindruck eines dreidimensionalen Bilds. Stereo-Aufnahmen wurden mit vielen verschiedenen fotografischen Verfahren hergestellt. Um 1900 erlebte die Stereo-Fotografie eine Blütezeit. Stereoskope für zu Hause wurden populär und Verlage boten Stereoskopkarten aus aller Welt an.
Zum Teil waren die Stereoskopkarten gebogen, um den räumlichen Eindruck bei der Betrachtung zu verstärken. Bei der Biegung handelt es sich demnach nicht um ein Schadensbild.
Kontaktabzüge, Arbeitsabzüge, «Final Prints» und Presseabzüge
Im Archiv einer Fotografin oder eines Fotografen können Abzüge unterschiedlicher Qualität und Ausprägungen vorhanden sein. Im Folgenden werden kurz verschiedene Arten von Abzügen beschrieben, die in Archiven von Fotoschaffenden aus dem zwanzigsten Jahrhundert vorliegen können.
Kontaktabzug
Da der Bildinhalt und die Qualität einer Aufnahme bei Negativen nicht einfach zu bewerten ist, weil die Helligkeits- und Farbwerte «umgekehrt» vorliegen, wurden von Negativen normalerweise zuerst sogenannte Kontaktabzüge oder Kontaktkopien erstellt. Die Kontaktkopie diente dazu, die einzelnen Aufnahmen zu beurteilen und eine Bildauswahl zu treffen. Rollfilm wurde dafür normalerweise in Streifen geschnitten und auf ein einzelnes Fotopapierblatt kopiert (auch Blattkopie genannt), indem die Negative direkt auf das Fotopapier gelegt und dieses belichtet wurde. Bei Kontaktkopien wird immer das ganze Bild erfasst (inkl. Rand).
Arbeitsabzug
Von den Negativen, die für eine Vergrösserung in Frage kamen, wurden anschliessend zuerst sogenannte Arbeitsabzüge oder Probeabzüge erstellt. Dabei handelt es sich um «schnelle» Abzüge, anhand deren die Qualität der Aufnahme beurteilt und verschiedene Belichtungen getestet werden konnten. Auf den Arbeitsabzügen gibt es daher häufig Markierungen und Notizen der Fotograf:innen mit Filz- oder Farbstift, welche sich auf die Belichtung beziehen. Zudem wurde möglicherweise ein Bildausschnitt festgelegt. Für die ersten Arbeitsabzüge wurde ab den 1970er Jahren häufig das günstigere und einfacher zu handhabende PE-Papier in kleineren Formaten eingesetzt.
«Final Print»
Wurde die gewünschte Belichtung und der Bildausschnitt anhand von Arbeitsabzügen festgelegt, wurde anschliessend der «finale» Abzug erstellt. Abzüge, die als Vorlage für eine Publikation oder für eine Ausstellung gedacht waren, wurden häufig zusätzlich mit sogenannter Retuschefarbe von Hand retuschiert. So konnten kleine Makel (wie z. B. mitbelichteter Staub auf dem Negativ) entfernt werden (auch als «Ausflecken» bezeichnet). Liegen Retuschen vor, kann davon ausgegangen werden, dass es sich beim Abzug um einen «Final Print» handelt, der von der Fotografin oder dem Fotografen in dieser Form für die Publikation vorgesehen war. Als «Vintage Print» wird v. a. im Kunst-Kontext ein Abzug bezeichnet, der aus der Zeit der Aufnahme stammt und von der Fotografin oder dem Fotografen selbst angefertigt oder autorisiert wurde. Abzüge, die zu einem späteren Zeitpunkt erstellt wurden, werden hingegen als «Späterer Abzug», «Neuabzug» oder «Modern Print» bezeichnet.
Presseabzug
Abzüge, die für die Presse vorgesehen waren, sind häufig weniger sorgfältig ausgearbeitet als «Final Prints», die als Vorlage für eine Buchpublikation oder für eine Ausstellung vorgesehen waren, da die schnelle Fertigung der Abzüge im Zentrum stand. Presseabzüge lassen sich üblicherweise anhand von Stempeln und Etiketten auf der Rückseite identifizieren. So ist häufig der Bildtitel, das Aufnahmedatum, der Fotograf bzw. die Fotografin inkl. Adresse und Copyright festgehalten. Teilweise ist auch vermerkt, an wen die Abzüge retourniert werden sollen. Wenn die Fotograf:innen für Pressebild-Agenturen tätig waren oder die Abzüge von Pressebild-Agenturen vertrieben wurden, ist der Name der Agentur vermerkt – häufig mittels Stempel.
Pressefotograf:innen haben häufig entweder nicht selbst Abzüge hergestellt oder diese den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen für die Publikation geschickt. In Archiven von Pressefotograf:innen finden sich deshalb häufig ausschliesslich Negative und Kontaktabzüge. Teilweise wurden nicht für die Publikation verwendete Abzüge auch an die Fotograf:innen retourniert, wodurch möglicherweise im Archiv nur diejenigen Bilder als Abzüge vorliegen, die nie in Zeitungen oder Zeitschriften publiziert wurden.
Bibliografie und Links
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- Photochromdruck, Artikel in Wikipedia. Online, Stand: 30.07.2025
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Letzte Anpassung: Februar 2026