Geschichte und Gedächtnis des Völkermords in Ruanda: Digitalisierung des Archivs von Radio Agatashya, Radiosender mit humanitärem Anspruch

Radio Agatashya war die erste Radiostation der Stiftung Hirondelle. Sie wurde von Schweizer Journalisten ins Leben gerufen, die überzeugt waren, dass Information und Dialog der ruandischen Bevölkerung, die unter der Situatiion nach dem Genozid litt, helfen könnten. Das Radio wurde unter anderem durch die Schweizerische Eidgenossenschaft finanziert und arbeitete mit ruandischen Journalisten, Hutus und Tutsis, von Bukavu im damaligen Zaire aus. Von 1994 bis 1996 produzierte und sendete Radio Agatashya Nachrichtenformate, Debatten und andere Programme, um die unabhängige Berichterstattung und den Dialog zugunsten der ruandischen Bevölkerung zu stärken.

Zum Projekt

Die Stiftung Hirondelle ist Eigentümerin des gesamten Archivs von Radio Agatashya und für die Dokumente verantwortlich. Ein Grossteil des Archivs besteht aus Audiokassetten, aber auch aus Schriftdokumenten, die die aufgezeichneten Sendungen ausführlich beschreiben. Ziel des Projekts ist die Digitalisierung und Katalogisierung eines bedeutenden Teils des Archivs von Radio Agatashya, um es Forschenden in der Schweiz und weltweit zur Verfügung zu stellen.

Arbeiten

Das Projekt sieht eine Auswahl von insgesamt 6000 Stunden Aufnahmen auf Audiokassetten-, ¼ Zoll Magnetband und Hi8 Kassetten vor. Digitalisierung, Katalogisierung und Schaffung eines Zugangs.

Teil 1: Digitalisierung und Inventar, 2020 abgeschlossen

Teil 2: Katalogisierung und Langzeitarchivierung, laufend

Projektlaufzeit
Gerettete Dokumente

6000 Stunden Aufnahmen auf Audiokassetten-, ¼ Zoll Magnetband und Hi8 Kassetten