Jules Jacot-Guillarmod (1868-1925) war Arzt, Alpinist und Fotograf. Seine internationale Bekanntheit liegt vor allem in vier Reisen begründet, die er 1902 und 1905 in den Himalaya, 1919 für das Rote Kreuz nach Sibirien und 1925 als Delegierter der Schweiz an den Internationalen Kongress der Geographischen Gesellschaft nach Kairo unternahm. Rund 1’600 Stereo-Glasplatten von den vier Forschungsreisen bilden den aussergewöhnlichen Grundstein des Fotobestands. Jules Jacot-Guillarmod hat Länder und Landschaften unsterblich gemacht; eine Serie mit dem Titel «Europe» umfasst knapp 2’700 Ansichten: Exkursionen in die Berge, militärische Szenen, Reisen in der Schweiz. 100 Glasplatten betreffen eine Reise, die er 1907 nach Konstantinopel unternahm. Zum Bestand gehören auch 120 Autochromplatten mit Schweizer Sujets. Um seine Himalaya-Exkursionen finanzieren zu können, hat Jules Jacot-Guillarmod zahlreiche Vorträge gehalten, die ihn berühmt machten. Nach seinem Tod berichteten über 100 Zeitungen in der Schweiz und in Europa über sein Leben.
Ziel des Projekts ist die Erhaltung und Vermittlung des Bestands, Inventarisierung, Zustandsanalyse, Reinigung und Restaurierung. Vorgesehen ist eine Auswahl von rund 4’000 Platten, die die fotografische Tätigkeit von Jules Jacot-Guillarmod repräsentiert (Der Bestand umfasst insgesamt 12’000 Platten).
Das Institut d’Histoire de l’Art et de Muséologie, Université de Neuchâtel beteiligt sich an der Identifikation und Katalogisierung des Bestands sowie am Ausstellungskonzept.
Bearbeitung und Digitalisierung einer Auswahl von 4’000 Platten. Erhaltung, Katalogisierung und Schaffung eines online-Zugangs.
Sylvie Béguelin, Bibliothèque de la Ville de La Chaux-de-Fonds
Charlie Buffet. Jules Jacot Guillarmod – Pionier am K2. Entdecker und Fotograf im Himalaya, AS-Verlag, Zürich 2012.
Website Bibliothèque de la Ville de La Chaux-de-Fonds, Fonds spéciaux: Fonds Jules Jacot-Guillarmod