Mediensammlung des Kunstmuseums Solothurn: Öffentliche Erschliessung und Sicherung der langfristigen Erhaltung

Die Medienkunstsammlung des Kunstmuseums Solothurn umfasst insgesamt 36 Werke, welche zwischen 1994 und 2020 datieren. Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums fanden sie ab 1998.
Generell handelt es sich um zeitgenössisches freies Kunstschaffen in der Auseinandersetzung mit den technischen Möglichkeiten des Mediums Video. 
Inhaltlich dominieren die Themen Landschaft und Körperlichkeit, zudem wird immer wieder auf spezifische Werke der Kunstgeschichte oder im Speziellen der Solothurner Sammlung referenziert.

Il progetto

Ziel des Projekts ist die öffentliche Erschliessung, langfristige Sicherung, sowie die konservatorische Erhaltung der Medienkunstsammlung des Kunstmuseums Solothurn.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Videocompany Zofingen und Studierenden der
Hochschule der Künste in Bern, Fachbereich Konservierung und Restaurierung von Modernen Materialien und Medien, umgesetzt. 

Im Rahmen des Projekts werden Werke von folgenden Kunstschaffenden bearbeitet: Judith Albert, Ian Anüll, Julian Charrière, Silvie Defraoui, Annatina Graf, Rolf Graf, Alexander Hahn, Andreas Helbing, Jan Hostettler, Luzia Hürzeler, Franticek Klossner, Ingeborg Lüscher, Zeljka Marusic, Claudio Moser, Victorine Müller, Yves Netzhammer, Anina Schenker, Nashat Shahryar, Monica Studer, Christoph van den Berg, Alexia Walther, Andrea Wolfensberger.

Lavori

Die Archivierungslage der 36 Medienkunstwerke wurde 2024 gesichtet und geprüft. Die Videoträger werden durch die Videocompany digitalisiert. 
Die installativen Werke und ein PC-basiertes interaktives Werk werden aufgebaut, geprüft, gereinigt, gegebenenfalls restauriert und fotografisch dokumentiert. Zudem werden alle Medienkunstwerke über die Website /Sammlung online des Kunstmuseums Solothurn zugänglich gemacht. Hierfür werden entsprechende Stills und Texte erstellt.

Partner di progetto
Durata del progetto

Veranstaltungen

  • Ausstellung
    18.01.-17.05.2026, Kunstmuseum Solothurn
    Mehr Licht. Video in der Kunst
    Das bewegte Bild ist allgegenwärtig – auf unseren Bildschirmen, in den sozialen Medien, auf der Strasse. Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer der spannendsten Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunst entwickelt: Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten – mal poetisch, mal radikal. Die zwei komplementären Ausstellungen im Aargauer Kunsthaus und im Kunstmuseum Solothurn zeigen, welche Spuren die Videokunst in der Schweiz und in den beiden Häusern hinterlassen hat. Die Ausstellungen vereinen Leihgaben aus öffentlichen wie privaten Sammlungen, schliessen Neuproduktionen mit ein und werden ergänzt durch eigene Sammlungsbestände, in denen sich zentrale Werke der Videokunst befinden.
    Eine Kooperation von Aargauer Kunsthaus und Kunstmuseum Solothurn
  • Vorträge und Gespräch
    14.03.2026, 16.00 Uhr, Kunstmuseum Solothurn
    Digitalisierung, Archivierung, Konservierung: Wie Medienkunst erhalten?
    Am Beispiel der Solothurner Sammlung werden grundlegende Massnahmen zur langfristigen Erhaltung und Erschliessung von Medienkunstwerken vorgestellt.
    Mit Einführungen von Anabel von Schönburg, Restauratorin und Koordinatorin Memoriav-Projekt Kunstmuseum Solothurn sowie Dominique Müller, videoart.ch, anschliessend Gespräch mit Melanie Widmer, Memoriav; Flo Kaufmann, Medienkünstler und forensischer Informatiker; Ralph Michel, Konservator / Restaurator Atelier für Medienkonservierung; Martina Haidvogl, Konservatorin / Restauratorin und Co-Leitung CAM, Konservierung zeitgenössischer Kunst und Medien, HKB

Veröffentlichungen

  • Mehr Licht. Video in der Kunst. Publikation zur Ausstellung. Herausgegeben vom Aargauer Kunsthaus, Kunstmuseum Solothurn und Videocompany 2026.
  • SRF 1 / Tagesschau Hauptausgabe, 03.02.2026:
    Zwei Ausstellungen zu: «Mehr Licht. Video in der Kunst»
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