L’arte di stabilire priorità. Procedure per la digitalizzazione di immagini e suoni. Giornata professionale Memoriav 2026

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Filmscanner in Arbeit

La prossima giornata professionale di Memoriav si terrà il 17 giugno 2026 presso l’UniS a Berna. Sarà dedicata alla definizione delle priorità per la digitalizzazione dei documenti audiovisivi. La giornata di formazione è al completo!

I contenuti di supporti obsoleti e di materiali in deterioramento possono essere preservati grazie alla digitalizzazione. Fotografie, film, video e documenti sonori meno a rischio vengono digitalizzati per essere più accessibili. Memoriav si impegna a promuovere elevati standard di digitalizzazione, con l’obiettivo di conservare i contenuti nel modo più fedele possibile per le generazioni future. Il rispetto degli standard raccomandati comporta costi considerevoli, sia per la digitalizzazione stessa sia per l’archiviazione digitale a lungo termine dei file digitali.

Durante la giornata specialistica discuteremo di quali documenti dovrebbero essere digitalizzati in priorità, spiegheremo come funziona la digitalizzazione e quali parametri influiscono sulla qualità, e mostreremo su quali leve è possibile intervenire per trovare la migliore soluzione tra requisiti di qualità e risorse disponibili. Il programma prevede conferenze al mattino e workshop o discussioni di gruppo nel pomeriggio.
 

La giornata professionale di Memoriav del 17 giugno si terrà presso l'UniS di Berna dalle 9:00 alle 16:30. Di seguito trovate la mappa per raggiungere la sede e altre informazioni pratiche relative al convegno. 

 

Programma

OraDescrittivoIntervenenti
9:00-9:30Accoglienza e caffé 
9:30-9:45Benvenuto e introduzioneCécile Vilas, Felix Rauh (Direktorin und Verantwortlicher Bildung, Memoriav)

 

Requisiti tecnici per le decisioni di prioritizzazione:
standard, parametri, impostazioni
9:45-10:05Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von FotografienMartin Stollenwerk (Leiter Fotografie, SIK-ISEA) 
10:05-10:25Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von Videos und TondokumentenRalph Michel (Konservator-Restaurator, Atelier für Medienkonservierung)
10:25-10:40Digitalisierung von Film, Unterschiede zu Foto und VideoDavid Pfluger (Leiter Archiv, Lichtspiel)
10:40-10:55Domande e risposte 
10:55-11:15Pausa 

Stabilire priorità nelle Istituzioni patrimoniali:
Scelta di collezioni e documenti da digitalizzare
11:15-11:30Die Anwendung der Entscheidhilfe zur Formatauswahl der KOST aus Sicht eines VerwaltungsarchivsIsabelle Mehte-Iser, Claire Röthlisberger-Jordan (Leiterin und Mitarbeiterin KOST)
11:30-11:40Traiter un fonds imposant : le cas EnardNatalie Fleury, Vincent Friedli (Conservatrice et Collaborateur scientifque au Musée jurassien d’art et d’histoire, Delémont)
11:40-11:50Digitalisierung von Videokunst: wie priorisieren? Sara de Bernardis (Head of conservation, MASI, Lugano)
11:50-12:00Priorisierungsstrategien im audiovisuellen Bestand Jazz HelveticaToni Amadeus Bechtold (Forschungsdozent & Projektleiter Jazz Helvetica, Hochschule Luzern – Musik)
12:00-12:10Schutzdigitalisierung unikaler AV-Medien in der Zentralbibliothek Zürich – einige Überlegungen zur Auswahl und Priorisierung audiovisueller Dokumente aus der PraxisFrédérique Renno (Stv. Leiterin Musikabteilung, Zentralbibliothek Zürich)
12:10-12:20Heute digitalisieren – morgen archivieren: Wie Dateigrössen, Formate und Digitalisierungsentscheide den Langzeiterhalt prägenJonas Desax (Digitale Langzeitarchivierung / Kantonsbibliothek Graubünden / Amt für Kultur)
12:20-12:40Domande e risposte 
12:40-12:45Presentazione del programma del pomeriggio 
12:45-14:00Pausa pranzo 

Workshops e discussioni
14:00-15:30Workshop 1: L’art de prioriser en pratique. Pondération des critères de décision 
Sprache: Französisch 
Cécile Vilas (Direktorin Memoriav)
 Workshop 2: Die Kunst des Priorisierens in der Praxis. Gewichtung von Entscheidungskriterien
Sprache: Deutsch 
Felix Rauh (Verantwortlicher Film und Bildung, Memoriav)
 Workshop 3: Digitalisierung von Fotografie: Vertiefung 
Sprache: Deutsch 
Martin Stollenwerk (Leiter Fotografie, SIK-ISEA)
 Workshop 4: Numérisation de la photographie: approfondissement 
Sprache: Französisch 
Romain Guedj (Responsable Iconopôle, BCU Lausanne)
 Workshop 5: Digitalisierung Video und Ton: Vertiefung / numérisation son et vidéo: approfondissment
Sprache: Französisch und Deutsch
Ralph Michel (Atelier für Medienkonservierung) et Eléonore Bernard (Konservatorin-Restauratorin, Atelier 40a)
15:30-15:45Pausa 
15:45-16:00Considerazioni in seguito a workshop e discussioni 
16:00-16:30Conclusione e saluti 

Intervenenti

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Martin Stollenwerk

Martin Stollenwerk


Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von Fotografien

Das Referat am Vormittag wird die wesentlichen Aspekte der Digitalisierung von analogen Fotovorlagen gemäss den Empfehlungen von Memoriav aufzeigen und erklären. Es wird dargelegt, warum es wichtig ist Fotografien mit standardisierten Verfahren zu digitalisieren und welche Rolle Farbtargets dabei spielen. Unter anderem wird das Thema Auflösung bei der Aufnahme und Wiedergabe z.b. im Druck behandelt. Die verschiedenen Farbräume, ihre Eigenschaften und ihre Auswirkungen auf die Wiedergabe sowie die Bittiefe werden bezüglich ihrer Archivtauglichkeit betrachtet. Es werden die unterschiedelichen Bildformate mit ihren Vor und Nachteilen besprochen sowie die Thematik der Komprimierung von Fotodateien. Ein weiteres Thema ist die Schärfe der Reproduktionen und wie damit umgegangen werden soll. Ausserdem werden Methoden zur visuellen und elektronischen Qualitätskontrolle vorgestellt.

Kurzbio
Martin Stollenwerk ist seit 2020 Leiter Fotografie am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. Er hat an der Fotoklasse der Schule für Gestaltung Zürich, heute ZHdK, Fotografie studiert. Seit dem Studium arbeitete er als selbständiger Fotograf für Architekturbüros, Kommunikationsagenturen, öffentliche und private Kunstsammlungen, Museen und K¨nsterl*innen. 1992 Gründer der Fotoagentur Regards, 1997 Gründer und Betreiber des ersten Schweizer Online-Fotoarchivs remotephoto.com. 
2013 bis 2015 Weiterbildung an der ZHdK in Cultural Media Studies mit CAS und MAS Abschluss. Seit 2018 Studien in Photogrammetrie und Computer Vision an der ETH Zürich als Auditor. Seit den zehner Jahren vertiefte Auseinandersetzung mit farbgenauer Digitalisierung und Reproduktion gemäss Metamorfoze, FADGI und ISO 19264-1 Standard. Spezialisierung auf die Farbkalibrierung von Kameras. 2024 vom Schweizerischen Nationalfonds mit dem ersten Preis für wissenschaftliche 
Fotografie ausgezeichnet; Mitglied des Vereins Spectrum - Photography in Switzerland.

 


 

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Ralph Michel

Ralph Michel

 

 


Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von Videos und Tondokumenten

Entlang des Signalwegs bei der Digitalisierung analoger Video- und Tonformate sowie beim Auslesen bereits digital vorliegender Träger wird aufgezeigt, welche Parameter als Qualitätskriterien herangezogen werden können. An erster Stelle steht dabei die korrekte Identifikation der jeweiligen Trägerformate und deren digitalen Zielformate. Von der Wahl der Abspielgeräte und der Verkabelung über die Analog-Digital-Wandlung bis hin zu Einstellungen in der Software sind zahlreiche qualitätsbestimmende Entscheidungen zu treffen. Der Vortrag beleuchtet relevante Standards, zeigt die Anwendung in der Praxis und diskutiert, wo Handlungsspielräume bestehen und sinnvoll genutzt werden können.

Kurzbio
Ralph Michel absolvierte eine Berufslehre als Polymechaniker und studierte anschliessend Konservierung und Restaurierung moderner Materialien und Medien an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Dabei setzte er seinen Fokus auf die Medienkonservierung, die sowohl die Bearbeitung analoger als auch digital erstellter Werke umfasst.
Sein Wissen und seine praktische Erfahrung vertiefte und erweiterte er während und nach dem Studium in verschiedenen Institutionen, darunter das Staatsarchiv Zürich, das Lichtspiel/Kinemathek Bern, die HKB, die Kunstgiesserei St. Gallen sowie das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM). Seit April 2024 führt er das atelier für medienkonservierung. Daneben ist er als Filmoperateur im Lichtspiel tätig und hat seit 2025 eine Assistenzstelle im Bereich Medienkonservierung an der HKB inne.
 


 

 

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David Pfluger

David Pfluger

 


Digitalisierung von Film, Unterschiede zu Foto und Video

Die Welten des Kinofilms und der Fotografie überschneiden sich aus technischer Sicht stark. Die im Filmbereich eingesetzte Magnttonspur hat grosse technische Ähnlichkeit mit dem im Audiobereich eingesetzten Magnettonband. Dennoch sind für die Filmdigitalisierung spezifische Geräte notwendig. In ähnlicher Weise sind die für Filmdigitalisate verwendeten digitalen Formate und Standards verschieden von den nah verwandten Medien. In der Präsentation werden die spezifischen Eigenheiten der Kinofilmwelt beleuchtet.

Kurzbio
Promovierter Chemiker, arbeitet seit 2002 im Bereich der Filmtechnik und der Konservierung audiovisueller Medien. Seit 2008 bei verschiedenen wissenschaftlichen Projekten zur Konservierung von Film und Video, u.a. Diastor; zudem ist er als Berater für Archive tätig. Seit 2005 Mitglied der Kompetenznetzwerke Film und Video von Memoriav.

 


 

 

 

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Isabelle Mehte

Isabelle Methe

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Claire Röthlisberger

Claire Röthlisberger-Jourdan

 


Die Anwendung der Entscheidhilfe zur Formatauswahl der KOST aus Sicht eines Verwaltungsarchivs

Die KOST stellt die zusammen mit Memoriav entwickelte Entscheidhilfe zur Auswahl von Zielformaten bei einer Formatkonvertierung oder Digitalisierung vor. Anhand von verschiedenen Kategorien von Anwendungsfällen werden darin die relevanten Aspekte beschrieben, die bei der Formatauswahl berücksichtigt werden müssen. Ein konkretes Beispiel aus dem audiovisuellen Bereich illustriert die Überlegungen und die Auswirkungen der getroffenen Entscheide aus der Perspektive eines Verwaltungsarchivs.

Kurzbio
Isabelle Mehte-Iser leitet seit dem 1. August 2023 die KOST-Geschäftsstelle. Sie war davor in verschiedenen Branchen im Bereich Records Management und Archivierung als Projektleiterin tätig. U.a. befasste sie sich als kantonale Records Managerin im Staatsarchiv Bern mit vielen Fragen aus der Praxis rund um GEVER, Ablieferungsschnittstellen- und prozessen, Formate und digitale Archivierung und betreute Kunden von CM Informatik AG bei der Einführung der entsprechenden Module.

Kurzbio
Claire Röthlisberger-Jourdan arbeitet seit rund 16 Jahren für die KOST und ist u.a. für die Pflege des Katalogs archivischer Dateiformate (KaD) und in der Rolle der Applikationsentwicklerin für die Weiterentwicklung von KOST-Val und KOST-Tools zuständig. Durch ihr trinationales Ingenieurstudium bringt sie Fachwissen in den Bereichen Mechanik, Elektronik und Informatik ein.


 

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Nathalie Fleury

Nathalie Fleury

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Viencent Friedli

Vincent Friedli

Traiter un fonds imposant : le cas Enard

Constitué de plus de 200 000 phototypes (plaques de verre, négatifs souples, diapositives, tirages…), d’archives familiales et de matériel photographique, le fonds Enard est remarquable par son ampleur, par sa nature – variée et éclectique – ou par sa continuité. Comment une structure généraliste et restreinte comme le Musée jurassien d’art et d’histoire a-t-il appréhendé un tel ensemble ? Comment fixer les priorités ? Quels choix ont été retenus, sur quelles bases ? Quels furent les problèmes rencontrés ?

Biographie
Dès 2001, Nathalie Fleury assume, en tant que conservatrice, la direction du Musée jurassien d’art et d’histoire à Delémont. De 2007 à 2012, elle pilote le réaménagement de cette institution qui est repensée dans sa globalité : parcours permanent, conservation des collections, politique d’acquisitions, ligne des expositions, médiation culturelle. Elle dirige et conçoit de nombreuses expositions et intervient au sein de commissions de projets muséaux. De 2015 à 2022, elle est chargée de cours dans le cadre du Master en études muséales de l’Institut d’histoire de l’art et de muséologie de l’Université de Neuchâtel. 

Biographie
Après des études d’archéologie, d’histoire et d’histoire de l’art aux universités de Neuchâtel et de Lausanne, Vincent Friedli participe dès 1988 aux fouilles menées le long de l’autoroute A16 Transjurane. Il est responsable entre 2006 et 2019 de l’édition de ces recherches archéologiques et paléontologiques jurassiennes. Il rejoint à compter de 2019 l’équipe du Musée jurassien d’art et d’histoire comme collaborateur scientifique, pour s’occuper en particulier de recherches historiques et d’iconographie, au sens large.

 


 

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de Bernardis

Sara de Bernardis

 

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Carla Scheidegger

Carla Scheidegger

Digitalisierung von Videokunst: wie priorisieren? 

Die Digitalisierung der Videokunst erfordert eine Priorisierungsstrategie, die auf konservatorischen, technischen, dokumentarischen und organisatorischen Kriterien basiert. Zu den wichtigsten Faktoren gehören der Erhaltungszustand analoger Trägermedien, deren technologische Obsoleszenz, die Einzigartigkeit der Werke sowie ihre kunsthistorische und kulturelle Bedeutung. Weitere Kriterien umfassen die Qualitätskontrolle der digitalisierten Dateien, die Verfügbarkeit von Informationen seitens der Künstlerinnen und Künstler, die Klärung von Urheber- und Ausstellungsrechten sowie die installative Komplexität der Werke. Ziel ist es, nicht nur die gefährdeten audiovisuellen Inhalte zu sichern, sondern auch die Authentizität und die Präsentationsbedingungen der Werke langfristig zu bewahren und ihre Zugänglichkeit für zukünftige Generationen zu gewährleisten. In diesem spezifischen Kontext wird das Beispiel der jüngsten Petignat-Schenkung vorgestellt, das als Fallstudie dient, um die Herausforderungen und Strategien im Zusammenhang mit der Digitalisierung und Erhaltung von Videokunst zu veranschaulichen.

Kurzbio
Sara de Bernardis studierte Konservierung und Restaurierung mit den Schwerpunkten Gemälde und polychrom gefasste Skulptur an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Während und nach dem Studium sammelte sie praktische Erfahrungen in verschiedenen Institutionen im In- und Ausland, darunter das Schweizerische Nationalmuseum in Zürich, das Restaurierungszentrum Düsseldorf, das Kunstmuseum Basel und die Tate in London. Ab 2011 beteiligte sie sich am Aufbau der Konservierungsabteilung des Kulturdepartements der Stadt Lugano. Seit 2018 leitet sie die Abteilung für Konservierung und Restaurierung des 2016 gegründeten Museo d'arte della Svizzera italiana (MASI). In dieser Funktion verantwortet sie die Betreuung und Reorganisationsprojekte der Sammlungen sowie die konservatorische Begleitung von Ausstellungen.


Kurzbio
Carla Scheidegger studierte Konservierung und Restaurierung von Gemälden und Skulpturen an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Durch ihre Tätigkeit in verschiedenen Museen und Kulturinstitutionen sammelte sie umfassende Erfahrung im Umgang mit Sammlungen und deren Management. Seit 2025 ist sie am Museo d'arte della Svizzera italiana (MASI) tätig, wo sie unter anderem das Projekt zur Betreuung und Erschliessung der Videokunstwerke der Sammlung begleitet.
 


 

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Toni Bechtold

Toni Bechtold


Priorisierungsstrategien im audiovisuellen Bestand Jazz Helvetica

In der Schweiz existiert seit fast 100 Jahren eine vielfältige Jazzszene mit zahlreichen Musikern, Konzerten und renommierten Festivals, deren musikalische, kulturelle und soziale Entwicklungen im Archiv Jazz Helvetica dokumentiert sind. Der Bestand umfasst umfangreiche audiovisuelle und schriftliche Materialien, darunter Tonträger, Zeitschriften, Bücher, Fotografien, Manuskripte sowie Presse- und Plakatbestände, die jeweils mehrere tausend Einheiten umfassen.
Die archivische Erschliessung und Sicherung dieses Materials steht jedoch noch am Anfang. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage, nach welchen Kriterien eine Priorisierung der Bestände erfolgen kann. Ein gerade begonnenes erstes Projekt fokussiert auf sechs ausgewählte Sammlungen. Im Gespräch mit Felix Rauh wird diskutiert, weshalb diese Auswahl getroffen wurde und welche strategischen Überlegungen für die zukünftige Bearbeitung leitend sind. 
Im Zentrum steht das Zusammenspiel verschiedener Kriterien, darunter der physische Zustand der Medien, die inhaltliche Relevanz, die Datenlage zu den Dossiers, Kooperationsmöglichkeiten mit Partnerinstitutionen, der potenzielle Nutzen für Forschung und Lehre an der Hochschule Luzern – Musik sowie die mögliche Aussenwirkung für eine breitere Öffentlichkeit.

Kurzbio
Toni Amadeus Bechtold ist Forschungsdozent an der Hochschule Luzern – Musik, freischaffender Jazzmusiker und Musikpädagoge. Nach seinem Musikstudium in Nürnberg absolvierte er Masterstudiengänge in Jazz Performance und Pädagogik in Luzern. Seit 2013 ist er an der HSLU in Forschungsprojekten zu Musikwahrnehmung, Musikpsychologie und Jazzgeschichte (u. a. im Rahmen von Memoriav-geförderten Projekten zu den Jazzfestivals Willisau und Schaffhausen) tätig und leitete mehrere Digitalisierungsprojekte. 2025 promovierte er an der Universität Birmingham mit einer Arbeit zu Groove und Catchiness in der Popularmusik. Er hat rund 20 Fachartikel veröffentlicht und präsentiert seine Forschung regelmäßig auf internationalen Konferenzen. Als Saxofonist konzertiert er europaweit, unter anderem mit dem Zürich Jazz Orchestra und der Roberto Bossard New Group, und ist auf zahlreichen Tonträgern zu hören. Neben seiner Tätigkeit an der HSLU unterrichtet er an der Musikschule Region Sursee.


 

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Frédérique Renno

Frédérique Renno


Schutzdigitalisierung unikaler AV-Medien in der Zentralbibliothek Zürich – einige Überlegungen aus der Praxis (Arbeitstitel)

Die Zentralbibliothek Zürich (ZBZ) bewahrt in ihren Spezialsammlungen zahlreiche audiovisuelle Medien (Tondokumente, Videos und Filme), die durch materiellen Zerfall und Obsoleszenz gefährdet sind. Eine fachgerechte, originalgetreue Digitalisierung dieses meist unikalen Kulturgutes macht die Inhalte zugänglich und garantiert die Langzeitarchivierung der Digitalisate. Doch wie lässt sich sinnvoll und effizient bei der Digitalisierung audiovisueller Medien vorgehen? Welche Medien werden zuerst digitalisiert, wie wird priorisiert und welche Kriterien werden diesen Entscheidungen zugrunde gelegt? Seit 2025 führt die ZBZ das Dreijahresprojekt «Schutzdigitalisierung unikaler AV-Medien» durch, um diese Dokumente zu sichern. Am Beispiel dieses Projekts werden Herausforderungen und Lösungsansätze vorgestellt, wie und welche AV-Medien für die Digitalisierung ausgewählt werden. 

Kurzbio
Frédérique Renno studierte Schulmusik an der Musikhochschule Freiburg i. Brsg. und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Brsg. sowie an der Universität Wien. Nach der Promotion im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft absolvierte sie das Bibliotheksreferendariat an der Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität Kiel und parallel den Master in Bibliotheks- und Informations-wissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Erste berufliche Erfahrungen im Bibliothekswesen sammelte sie an der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Seit Oktober 2024 ist sie stellvertretende Leiterin der Musikabteilung an der Zentralbibliothek (ZB) Zürich und Fachreferentin für Musikwissenschaft. Sie leitet ein Projekt zur Schutz-digitalisierung unikaler AV-Medien an der ZB Zürich.  

 


 

 

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Jonas Desax

Jonas Desax


Heute digitalisieren – morgen archivieren: 
Wie Dateigrössen, Formate und Digitalisierungsentscheide den Langzeiterhalt prägen

Digitalisierungsentscheide im AV-Bereich haben direkte Auswirkungen auf die Digitale Langzeitarchivierung. Dateigrössen, Speicherbedarf, Kosten und Qualitätsanforderungen prägen bereits heute die Frage, was in welcher Qualität digitalisiert und langfristig erhalten werden kann. Das Referat zeigt, wie Überlegungen zur langfristigen Sicherung in Priorisierungsentscheide einfliessen - im Spannungsfeld von Qualitätsanspruch, Ressourcen und dem Ziel, audiovisuelle Bestände nachhaltig zu bewahren.

Kurzbio
Jonas Desax ist verantwortlich für die Digitale Langzeitarchivierung in der Kantonsbibliothek Graubünden. Nach ersten beruflichen Erfahrungen in der Inventarisierung und Digitalisierung beim Kanton Thurgau im Jahr 2017, studierte er Informationswissenschaft mit Schwerpunkt Datenmanagement in Chur. Heute befasst er sich mit der langfristigen Sicherung, Archivierung und Erhaltungsplanung von über 10 Millionen digitalisierten Objekten sowie mit der nachhaltigen Zugänglichmachung digitaler Bestände.


 

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Romain Gued j

Romain Guedj

Workshop 4: Numérisation de la photographie: approfondissement 

Kurzbio
Formé en tant que Conservateur-restaurateur spécialisé en photographie à l'Institut National du Patrimoine (France), Romain Guedj a travaillé une dizaine d'année en France et au Canada. Depuis 2008, il s'intéresse à la préservation des données numériques. Après un court passage de chef d'équipe dans une entreprise spécialisée dans la numérisation à Melbourne, il a travaillé comme archiviste du numérique à la Bibliothèque cantonale et universitaire de Fribourg pendant trois années. Depuis 2024, il est conservateur de l'Iconopôle au sein de la Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne. 

 


 

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Elenora Bernard

Eléonore Bernard

Workshop 5: Digitalisierung Video und Ton: Vertiefung / numérisation son et vidéo: approfondissment

Kurzbio
Nach einer Erstausbildung als Buchmalerin studierte Eléonore Bernard Konservierung-Restaurierung an der Hochschule der Künste in Bern, in der Spezialisierung Moderne Materialien und Medien. Seit 2020 arbeitet sie am Kunsthaus Zürich als Medienrestauratorin und ist zudem in der Firma Ødegård & Bernard Restaurierung freiberuflich tätig. Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ist sie Vorstandsmitglied im Verein Swiss Video Game Archivists (SVGA), ein lokales Netzwerk für die Erhaltung von Videospielen. Kernkompetenzen: Digitalisierung von audiovisuellen Magnetbändern, Datenmigration von digitalen Speichermedien, digitale Archivierung von audiovisuellen Medien sowie Bestands- und Risikoanalyse von Mediensammlungen.

Informazioni pratiche

Giornata professionale Memoriav 2026
L’arte di stabilire priorità. Procedure per la digitalizzazione di immagini e suoni

  • Quando
    17 giugno 2026, 9:00-16:30
     
  • Dove
    - in presenza: UniS, aula plenaria S003
      Schanzeneckstrasse 1, 3012 Berna (subito sopra la stazione di Berna)
      GoogleMaps
    - online: solo le presentazioni della mattinata saranno transmesse online (senza traduzione simultanea)
     
  • Lingua
    Tedesco o francese con traduzione simultanea DE-FR / FR-DE solo in presenza
     
  • Costo
    – Membri CHF 230
    – Studenti CHF 50
    – Non membri CHF 350
    – Online CHF 120 (solo al mattino e senza traduzioni. I partecipanti riceveranno un link qualche giorno prima)
     
  • Partner
    La giornata specialistica è organizzata in collaborazione con il programma di formazione continua in archivistica, biblioteconomia e scienze dell’informazione delle Università di Berna e Losanna (CAS/MAS ALIS).
    Ulteriori partner e associazioni professionali:
    – KOST
    – Bibliosuisse
    – Associazione delle archiviste e degli archivisti svizzeri (VSA)
    – Associazione dei musei svizzeri (VMS – ICOM Schweiz)
     
  • Iscrizioni
    Si prega di iscriversi entro il 5 giugno 2026.
     
  • Nota
    Assicurazione a carico dei partecipanti