Aufarbeitung/Sicherung der Bestände Video-/Medienkunst in der Sammlung des Aargauer Kunsthauses

Das Aargauer Kunsthaus verfügt über die umfassendste öffentliche Sammlung mit Kunst aus der Schweiz vom 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Bestand der Videodokumente reflektiert die künstlerische Auseinandersetzung in der Schweiz mit neuen Medien seit dem künstlerischen Aufbruch der 1960er-Jahre. Die Dokumente weisen einen schweizweiten Bezug auf. Thematisch ist der Bestand sehr heterogen, dazu zählen u. a. Fragen der Identitätskonstruktion, Körperlichkeit, technischen Voraussetzungen des Mediums und menschlichen Existenz in Zeit und Raum. Der Bestand ging zwischen 1989 und 2022 in die Sammlung ein und umfasst Werke von vielen Kunstschaffenden, die Pionierarbeit für die Schweizer Videoszene geleistet haben.

Der Bestand dieses Projekts beinhaltet 95 Dokumente und 203 Träger im Umfang von ca. 28 Stunden. Es handelt sich v. a. um Originale und teilweise um Editionen in mehrfacher Auflage. 

Bild
Bestand Video im Aargauer Kunsthaus.
Zum Projekt

Das Ziel dieses Projekts ist die nachhaltige Sicherung der Bestände der Video-/Mediendokumente in der Sammlung des Aargauer Kunsthauses und Aufarbeitung der Dokumentation dieser Bestände gemäss den heutigen Anforderungen. Damit wird die langfristige Erhaltung und Zugänglichkeit der Werke gewährleistet und deren Einbindung in diverse Ausstellungskontexte erleichtert.

Arbeiten

Das Projekt beinhaltet folgende Massnahmen: Sichtung und Priorisierung der Bestände in Bezug auf deren Zustand. 
Digitalisierung durch die Firma videocompany in Zofingen. Digitale langfristige Erhaltung der Digitalisate und Dokumentation der Prozesse in der eigenen Datenbank.

Projektlaufzeit
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Veranstaltungen

  • Ausstellung
    31.01.–25.05.2026, Aargauer Kunsthaus, Aarau
    Mehr Licht. Video in der Kunst
    Das bewegte Bild ist allgegenwärtig – auf unseren Bildschirmen, in den sozialen Medien, auf der Strasse. Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer der spannendsten Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunst entwickelt: Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten – mal poetisch, mal radikal. Die zwei komplementären Ausstellungen im Aargauer Kunsthaus und im Kunstmuseum Solothurn zeigen, welche Spuren die Videokunst in der Schweiz und in den beiden Häusern hinterlassen hat.  
    Mit Judith Albert, Emmanuelle Antille, Silvie Defraoui, Alexander Hahn, Ingeborg Lüscher, Yves Netzhammer, Guido Nussbaum, Nam June Paik, Ursula Palla, Pipilotti Rist, Dieter Roth, Christoph Rütimann, Roman Signer, Werner von Mutzenbecher, Anna Winteler, Rémy Zaugg
    Zusätzlich in Aarau mit Myrien Barth, Marie José Burki, Erich Busslinger, Herbert Distel & Peter Guyer, Thomas Galler, Hervé Graumann, Eric Hattan, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Daniela Keiser, Zilla Leutenegger, Urs Lüthi, Klaus Lutz, Manon, Christian Marclay, Muda Mathis, Sus Zwick, Fränzi Madörin, Dieter Meier, Chantal Michel, Claudia & Julia Müller, Alexandra Navratil, Augustin Rebetez, Hannes Rickli, Hannes Schüpbach, Veronika Spierenburg, Nick Walter

 

  • Podium, Aargauer Kunsthaus, Aarau
    20.05.2026, 18 – 19 Uhr
    Video in der Kunst
    Das Podium thematisiert, welche kuratorischen und fachlichen Kompetenzen Institutionen benötigen, um Videokunstwerke anzukaufen und in ihr Programm zu integrieren. Auf dem Podium sind die Direktorin Katharina Ammann, Matthias Berger, Anabel von Schönburg, Felix Rauh, Karin Wegmüller. Das Gespräch wird von Aufdi Aufdermauer geleitet.
     

Veröffentlichungen

  • Mehr Licht. Video in der Kunst. Publikation zur Ausstellung. Herausgegeben vom Aargauer Kunsthaus, Kunstmuseum Solothurn und Videocompany 2026.
  • SRF 1 / Tagesschau Hauptausgabe, 03.02.2016:
    Zwei Ausstellungen zu: «Mehr Licht. Video in der Kunst»
    MEHR
  • arttv.ch
    Videokunst – von flimmernden Röhren zu radikalen Erzählformen
    Mehr Licht. Video in der Kunst, Aargauer Kunsthaus
    MEHR
Bestand auf Memobase
Memobase record set

Video- und Medienkunstsammlung Aargauer Kunsthaus