Rückblick auf die Memoriav Fachtagung 2026
Die ausgebuchte Memoriav Fachtagung 2026 von letzter Woche war der Kunst des Priorisierens bei der Digitalisierung von audiovisuellen Dokumenten gewidmet – ein Thema, das auf grosses Interesse stiess und rege diskutiert wurde. Gerne stellen wir die Präsentationen der Vorträge hier zur Verfügung und blicken mit einer Fotogalerie auf die Tagung zurück.
Die erfolgreich abgehaltene Memoriav-Fachtagung fand am 17. Juni 2026 im UniS-Gebäude der Universität Bern statt. Am Vormittag standen spannende Fachreferate auf dem Programm, am Nachmittag Workshops und Gruppendiskussionen. Wie bei Memoriav-Veranstaltungen üblich nutzten die Teilnehmenden zudem die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Im Zentrum der Weiterbildung stand die Priorisierung bei der Digitalisierung. Es wurde diskutiert, welche Dokumente vorrangig digitalisiert werden sollten, wie Digitalisierungsprozesse funktionieren, welche Parameter die Qualität beeinflussen und an welchen Stellschrauben gedreht werden kann, um ein optimales Verhältnis zwischen Qualitätsanspruch und verfügbaren Mitteln zu erreichen.
Digitale Verfahren ermöglichen es, obsolete Medien und zerfallende Trägermaterialien zu bewahren. Gleichzeitig werden auch weniger gefährdete Fotografien, Filme, Videos und Tondokumente digitalisiert, um ihre Zugänglichkeit zu verbessern. Memoriav setzt sich dabei für hohe Digitalisierungsstandards ein, um Inhalte möglichst originalgetreu für kommende Generationen zu erhalten. Diese Standards sind jedoch mit erheblichen Kosten verbunden – sowohl für die Digitalisierung selbst als auch für die digitale Langzeitarchivierung. Programm und Biografien der Referierenden finden Sie hier.
Die Präsentationen vom Vormittag und eine Zusammenfassung der Workshop 1 und 2 können Sie hier als PDF herunterladen.
| Was | Wer | |
Technische Voraussetzungen für Priorisierungsentscheide: Standards, Parameter, Einstellungen | ||
| Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von Fotografien | Martin Stollenwerk (Leiter Fotografie, SIK-ISEA) |
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Qualitätskriterien bei der Digitalisierung von Videos und Tondokumenten Der Referent macht im Nachgang an die Fachtagung noch auf diesen weiteren Beitrag bzgl. Bildkompression aufmerksam: Zum Beitrag | Ralph Michel (Konservator-Restaurator, Atelier für Medienkonservierung) |
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| Digitalisierung von Film, Unterschiede zu Foto und Video | David Pfluger (Leiter Archiv, Lichtspiel) |
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Priorisieren in Gedächtnisinstitutionen: Auswahl von Beständen und Dokumenten für die Digitalisierung | ||
| Die Anwendung der Entscheidhilfe zur Formatauswahl der KOST aus Sicht eines Verwaltungsarchivs | Isabelle Mehte-Iser, Claire Röthlisberger-Jordan (Leiterin und Mitarbeiterin KOST) |
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| Traiter un fonds imposant : le cas Enard | Natalie Fleury, Vincent Friedli (Conservatrice et Collaborateur scientifque au Musée jurassien d’art et d’histoire, Delémont) |
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| Digitalisierung von Videokunst: wie priorisieren? | Sara de Bernardis (Leiterin Konservierung und Restaurierung, Museo d'arte della Svizzera italiana (MASI). Carla Scheidegger, Museo d'arte della Svizzera italiana (MASI) |
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| Priorisierungsstrategien im audiovisuellen Bestand Jazz Helvetica | Toni Amadeus Bechtold (Forschungsdozent & Projektleiter Jazz Helvetica, Hochschule Luzern – Musik) |
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| Schutzdigitalisierung unikaler AV-Medien in der Zentralbibliothek Zürich – einige Überlegungen zur Auswahl und Priorisierung audiovisueller Dokumente aus der Praxis | Frédérique Renno (Stv. Leiterin Musikabteilung, Zentralbibliothek Zürich) |
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| Heute digitalisieren – morgen archivieren: Wie Dateigrössen, Formate und Digitalisierungsentscheide den Langzeiterhalt prägen | Jonas Desax (Digitale Langzeitarchivierung / Kantonsbibliothek Graubünden / Amt für Kultur) |
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| Zusammenfassung der Workshops 1 + 2 | Cécile Vilas, Memoriav Felix Rauh, Memoriav | |
Eindrücke von der Fachtagung
Fotos: Melanie Widmer / Laurent Baumann, Memoriav