Radiostudios in der Schweiz
Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte hat den aktuellen Umbau und die Umnutzung des Radiostudios Brunnenhof in Zürich – einst Heimat des Radio-Orchesters Beromünster – zum Anlass genommen, um Einblicke in die Geschichte des Mediums zu gewähren und einige Besonderheiten der Architektur von Schweizer Studiobauten nahezubringen.
Als kleines Land besitzt die Schweiz eine erstaunlich hohe Dichte an Studiostandorten. Grund dafür ist nicht allein die Mehrsprachigkeit, sondern auch die Bedeutung der regionalen Radiogenossenschaften in der Frühzeit der elektronischen Medien.
Als ältestes elektronisches Massenmedium entfaltete das Radio ab den 1930er Jahren eine enorme Dynamik – und wurde einerseits zu einem Sinnbild der Verbundenheit mit der Welt, andererseits aber auch zum Medium der Spaltung im Dienst nationalistischer Propaganda.
Die bescheidene Eröffnung des Erweiterungsbaus des Brunnenhofs im Jahr 1939 kann zweifellos als eine der «Sternstunden des Schweizer Radios» gelten, wie Theo Mäusli in seinem Beitrag schreibt. Dass dafür wesentlich auch das «Herzstück», nämlich Oscar Lüthys monumentales Wandgemälde Farbensymphonie, verantwortlich war, das den Konzertsaal und unser aktuelles Cover schmückt, war Grund genug für uns, die Geschichte dieses Werks eingehender zu erforschen.
Ergänzend zu diesen Themen haben sich die Autorinnen und Autoren der Publikation im zweiten Teil des Hefts mit der Baugeschichte von Radiostudiobauten in Lugano, Genf und Lausanne beschäftigt – womit das Schweizer Radiostudio-Panorama in seiner ganzen Vielfalt gezeigt wird.
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