Gertrud Vogler. Soziale Brennpunkte.
Mit ihren eindringlichen Fotografien dokumentierte Gertrud Vogler zwischen 1975 und 2000 gesellschaftliche Umbrüche, soziale Brennpunkte und Lebensrealitäten, die am Rande der öffentlichen Wahrnehmung standen. Der von Stefan Länzlinger und Silvan Lerch herausgegebene Band versammelt dieses bedeutende fotografische Werk erstmals in einer umfassenden Publikation.
Das Buch «Gertrud Vogler. Soziale Brennpunkte. Fotografien aus einer Zeit im Umbruch. 1975–2000» zeigt erstmals umfassend das Werk der Zürcher Fotografin Gertrud Vogler (1936–2018). Es bündelt rund 250 ihrer Aufnahmen thematisch und bettet sie ein in Ausführungen zur damaligen Zeit sowie dem Leben und Schaffen Voglers. Gertrud Vogler entwickelte sich als Autodidaktin zu einer einzigartigen Chronistin des Alltags. Ihr Blick für soziale Brennpunkte des ausgehenden 20. Jahrhunderts erfasste Themen, die nach wie vor aktuell sind: emanzipatorische Bewegungen, die Integration gesellschaftlicher Minderheiten, Wohnungsnot oder das Elend offener Drogenszenen. Voglers Fotografie ist beiläufig und eindringlich zugleich. Dank ihres offenen Wesens erhielt sie Zutritt zu Orten und Szenen, die anderen verschlossen blieben oder zu gefährlich erschienen.
Die Vernissage findet in Anwesenheit der Mitwirkenden statt. Sie werden berichten, was sie an den Bildern besonders gereizt hat – und zu welchen Erkenntnissen sie gelangt sind. So ergibt sich eine multiperspektivische Auseinandersetzung. Und mit ihr die Gelegenheit, in prägende Jahre der Zürcher Stadtgeschichte einzutauchen.
Eine Veranstaltung von Scheidegger & Spiess und Never Stop Reading, anschliessend Buchverkauf und Apéro. Der Eintritt ist gratis. Mehr Infos auf neverstopreading.com