27 Tage, um die älteste Fotografie der Schweiz zu finden #Challenge Memoriav
Welche ist die älteste Fotografie in einer Schweizer Gedächtnisinstitution? Anlässlich des Welttags des audiovisuellen Kulturerbes am 27. Oktober startet Memoriav heute eine 27-tägige Recherche-Challenge in Schweizer Fotoarchiven, Bibliotheken und Museen. Gesucht werden die frühesten fotografischen Zeugnisse der Schweiz.
Im Jahr 2027 feiert die Fotografie ihr 200-jähriges Bestehen. Im Hinblick auf diesen Anlass rückt Memoriav, die Kompetenzstelle für das audiovisuelle Erbe, zum diesjährigen Welttag des audiovisuellen Kulturerbes historische Bilddokumente aus Schweizer Gedächtnisinstitutionen ins Rampenlicht. Archive, Bibliotheken, Museen und weitere Sammlungen sind eingeladen, ihre Bestände nach frühen Aufnahmen zu durchforsten.
Die Ergebnisse der Challenge werden von Memoriav am 27. Oktober 2026, dem Welttag des audiovisuellen Kulturerbes, bekannt gegeben.
Auf der Suche nach den ersten Fotografien der Schweiz
Die Fotografie ist 200 Jahre alt. Aber welche ist die älteste Fotografie, die heute in der Schweiz noch erhalten ist? Die Antwort findet sich nicht unbedingt in den bekanntesten Sammlungen. Sie könnte sich in einem Fotobestand, einem lokalen Archiv, einer Bibliothek oder einer Kulturgutsammlung befinden.
Memoriav hat dank Memobase, dem Portal zum audiovisuellen Erbe der Schweiz, bereits mehrere Hinweise erhalten. Doch diese Challenge könnte bisher unbekannte Fotografien oder sogar noch nicht dokumentierte und online nicht zugängliche Objekte zutage fördern.
Die Challenge verspricht umso spannender zu werden, da die Datierung der frühesten Fotografien oft komplex ist. Bei manchen Objekten lässt sich kein genaues Datum bestimmen. Sie lassen sich in einen zeitlichen Rahmen einordnen, der anhand der technischen und materiellen Merkmale des Bildes, seines Urhebers oder seiner Urheberin, seines Motivs, seiner Herkunft oder auch der zusammen mit ihm aufbewahrten Dokumente ermittelt wird.
Es geht also nicht einfach darum, ein altes Datum in einem Inventar zu finden. Man muss die Objekte untersuchen, Quellen abgleichen und Erkenntnisse miteinander vergleichen, um festzustellen, welche Fotografien tatsächlich den Titel der ältesten tatsächlich für sich beanspruchen können.
Genau darin liegt der Sinn dieser Challenge: Objekte, Sammlungen und das Fachwissen der Institutionen miteinander zu verknüpfen, um die ersten in der Schweiz erhaltenen Fotografien zu identifizieren.
Am 27. Oktober wird Memoriav die Ergebnisse der Challenge auf seiner Website veröffentlichen. Zu den Teilnahmebedingungen
Eine nationale Kampagne
In der Schweiz koordiniert Memoriav, die Kompetenzstelle für das audiovisuelle Erbe der Schweiz, den Welttag und sorgt für dessen landesweite Kommunikation. Im Rahmen einer speziellen Kampagne macht Memoriav auf die in der Schweiz organisierten Initiativen und Programme aufmerksam und trägt dazu bei, diese in der Öffentlichkeit, in den Medien sowie bei politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern bekannt zu machen.
Medienkontakte:
- Cécile Vilas, Direktorin Memoriav
E‑Mail: Cecile.Vilas@memoriav.ch, Tel: 031 380 10 82