Der kulturelle Reichtum des Kantons Aargau mit seinen historisch wichtigen Kleinstädten, der frühen, z.T. nicht mehr existenten Industrie und den vielen immateriellen Traditionen spiegelt sich auch im audiovisuellen Kulturgut.
Die Erhebung im Kanton Aargau diente - wie diejenige im Kanton Wallis - als Pilotprojekt für alle anderen Kantone. Das von Memoriav in enger Zusammenarbeit mit den beiden Pilotkantonen begleitete Projekt erfasste analoge und digitale audiovisuelle Bestände medienübergreifend (Fotografie, Ton, Film und Video). Die Inventarisierung erfolgte über die Institutionen, ausgehend von kantonalen Gedächtnisinstitutionen bis zu privaten Archiven und Sammlungen. Dabei wurden Informationen über die Institutionen, inhaltliche Aspekte der Bestände und Sammlungen, technische Fragen zur Aufbewahrung und zum Erhaltungszustand erfasst. Auf diese Weise ist ein Planungsinstrument für anstehende Konservierungsarbeiten entstanden, das auch als Grundlage für die Formulierung einer audiovisuellen Erhaltungspolitik dient.
Einblicke
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Archivschrank im Aargauer Kunsthaus, Video-und Medienkunstsammlung.
Foto: Aargauer Kunsthaus.
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Siegfried Kuhn, Die beiden FDP-Nationalräte Tilo Frey und Alfred Schaller im Gesprächzu Beginn der Wintersession 1971, 1971-11-29.
Foto: Staatsarchiv des Kantons Aargau, Fotobestand Bilderdienst Arnold Theodor Pfister (ATP) / Ringier Bilderdienst Personen.
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[Urheber/in unbekannt], Locomotive Ee 3/3 II 16502 avec capots ouverts, côté du transformateur, ouvrier au travail, Ateliers CFF d'Yverdon, 1974.
Foto: Stadtarchiv Baden, Fotobestand der Gegenüberstellung der Luftaufnahmen Hans Suter mit Drohnenbildern.
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Tagung Musik in dieser Zeit 1989. Vlnr: Mathias Spahlinger, Friedrich Goldmann, Hans Wüthrich, Max Nyffeler, Klaus Huber, Vinko Globokar. Foto Werner Erne.
Foto: Stadtmuseum Aarau.
Übersichtsinventar
Das Inventarprojekt im Kanton Aargau, unter der Steuerung von Bibliothek & Archiv Aargau, wurde 2020 lanciert. Es wurde von Susanne Mangold Sauerländer geleitet, Mitarbeiterin und Mitglied der Geschäftsleitung von Sauerländer–Mangold / Büro für Geschichte, Aarau.
Das Projekt legte die institutionelle Vielfalt an Bild- und Tonsammlungen offen: Einerseits finden sich sehr viele kleine, von freiwilligen Personen betriebene lokale oder regionale Museen, Gemeindearchive, historische Kommissionen und Vereine, andererseits ergänzen wenige grössere und professionelle kantonale oder städtische Archive, Bibliotheken und Museen die audiovisuelle Landschaft. Hinzu kommen attraktive Firmenarchive und Privatsammlungen.
Für die Befragung stand ein kurzer Fragebogen für die kleinen und ein ausführlicherer für grössere und professionelle Institutionen und Sammlungen zur Verfügung. Von 300 verschickten Fragebogen kamen 157 mit einer Antwort zurück.
Mit einem online zugänglichen, transmedialen Videobook schafft Flamencos en route einen innovativen digitalen Erzählraum, der Archivmaterial, Kurzfilme, Interviews und Scrollstories zu einem vielfältigen Einblick in die künstlerische Arbeit der Schweizer Tanzcompagnie verbindet.
Die Kult-Werbespots und Filme der Lenzburger Conservenfabrik waren in aller Munde! Nun werden die frisch restaurierten Filmschätze aus dem Hero-Archiv der Stiftung Museum Burghalde erstmals gezeigt: live vertont vom Jugendspiel Lenzburg bei einem köstlichen Dinner im Barracuda! Die Veranstaltung findet vier Mal statt vom 20. bis 28. März 2026.
Mit zwei komplementären Ausstellungen zeigen das Aargauer Kunsthaus und das Kunstmuseum Solothurn, welche Spuren die Videokunst in der Schweiz und in ihren eigenen Sammlungen hinterlassen hat. Die Sicherung dieser bedeutenden Medienkunstbestände wurde von Memoriav unterstützt, das sich seit Jahren für die Erhaltung des Videokunsterbes engagiert.
Im Rahmen der Videokunstausstellung Mehr Licht führt das Aargauer Kunsthaus ein Podium durch, das Fachleute aus den Bereichen Videokunst, Restauration und Museum versammelt.